Die kurze Antwort Auf dem DevDay am 29. September 2026 hat OpenAI ChatGPT zur Plattform für Agenten und Teams ausgebaut. Für Unternehmen zählen vier Punkte: Custom GPTs werden planmäßig am 11. Dezember 2026 abgeschaltet. Die Always-on-Agenten dots gibt es in Deutschland in Business Premium, nicht in Pro. GPT-6.1 Sol kostet in der API ein Fünftel von GPT-6 Astra. Space bündelt Pages und Dateien.

Custom GPTs abgeschaltet 11.12.2026

Planmäßig in allen Plänen. In Enterprise-Workspaces soll die Neuerstellung am 26. Oktober 2026 enden.

GPT-6.1 Sol pro Mio. Tokens 2 $ / 10 $

Input und Output in der API, ein Fünftel des Preises von GPT-6 Astra.

dots in Deutschland Business Premium

Im Pro-Plan sind dots im Europäischen Wirtschaftsraum zum Start nicht verfügbar.

Neue Pro-Stufe 500 $ / Monat

Pro 500 mit dem 25-fachen Plus-Kontingent laut OpenAI und Ultrafast.

Was hat OpenAI auf dem DevDay 2026 vorgestellt?

OpenAI hat am 29. September 2026 auf dem DevDay mehr als 20 Neuerungen vorgestellt. Der rote Faden: ChatGPT wird vom Chatfenster zum Arbeitsplatz für Teams und Agenten, mit dauerhaft laufenden Agenten (dots), einer gemeinsamen Ablage (Space), Codex in der Cloud und dem günstigeren Modell GPT-6.1 Sol. Den Gesamtüberblick über das Werkzeug bietet der ChatGPT-Guide.

Die Tabelle zeigt Pläne und Stand für Deutschland und den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). „Keine Einschränkung genannt“ heißt: OpenAI nennt keine regionale Einschränkung. Wegen des schrittweisen Rollouts ist die Funktion in deinem Konto trotzdem nicht zwingend schon sichtbar.

NeuerungWas es istPläneDeutschland / EWR
dotsDauerhaft laufende Agenten mit eigenem Cloud-Computer, laufen mit GPT-6 AstraPro, Business Premium; Enterprise, Edu, Healthcare als BetaPro: nicht im EWR, in der Schweiz und in Großbritannien. Business Premium: auch im EWR
GPT-6.1 SolNeues Sol-Modell für 2 $ / 10 $ pro Mio. TokensChatGPT Work und Codex: Plus, Pro, Business, Enterprise, Edu; APIkeine Einschränkung genannt
UltrafastBis zu achtmal schnellere Ausgabe in Codexzuerst GPT-6 Astra: API, Pro 500, Enterprisekeine Einschränkung genannt
ChatGPT SpaceAblage für Pages und Dateien, ersetzt die LibraryPro, Business, Enterprisekeine Einschränkung genannt
PagesDokumente für Menschen und AgentenPro, Business, Enterprisekeine Einschränkung genannt
Collaborative SlidesGemeinsame Präsentationen, Export nach PowerPoint oder Google SlidesPro, Business, Enterpriseangekündigt für die kommenden Wochen
Teams und Team TasksGemeinsame Pages, Slides, Plugins, Tabellen und wiederkehrende AufgabenBusiness, Enterprisekeine Einschränkung genannt
@ChatGPT in Slack und Microsoft TeamsChatGPT in Kanälen, Threads und Direktnachrichten erwähnenBusiness, Enterprisekeine Einschränkung genannt
Meetings-PluginNotizen und Zusammenfassungen mit AufgabenBeta, Desktop-App für macOS: Pro, Business; Enterprise folgtkeine Einschränkung genannt, Einwilligung beachten
ProfileTeilbare Profile, standardmäßig privatalle Pläne, Enterprise späterkeine Einschränkung genannt
Sign in with ChatGPTAnmeldung bei Partnerprodukten, Planbudget in Partner-Apps nutzenAnmeldung global; Budget: Plus, Pro (Vorschau)keine Einschränkung genannt
SitesSites bearbeiten, Zeitpläne, Plugins in SitesPlugins in Sites: Business, Enterprise, Healthcare, Eduöffentliches Publizieren weiter nicht im EWR
Plugin ExtensionsPlugins mit Panels, Seitenleisten und Datei-Viewernalle Plänekeine Einschränkung genannt
MCP EventsAutomationen starten bei Änderungen in verbundenen Appsalle Plänekeine Einschränkung genannt
Codex CloudCoding-Aufgaben laufen remote weiterPlus, Pro, Business, Healthcare, Edu, Enterprisekeine Einschränkung genannt
Code Review in CodexPrüft Pull Requests (GitHub) und Merge Requests (GitLab)alle Plänekeine Einschränkung genannt
Codex Security CloudScannt GitHub-Repositories, schlägt Fixes vorPro, Business, Enterprise, Edukeine Einschränkung genannt
Decisions APILuna wählt aus vorgegebenen Antwortoptionenbegrenzte Vorschaukeine Einschränkung genannt
Agents API mit Computer UseMulti-Agent, Tool Search, Context CompactionAPI; in Codex und Work für Pro 500 und Enterprisekeine Einschränkung genannt
Bedrock Managed AgentsOpenAI-Agenten komplett in AWSKunden von Amazon Web Serviceskeine Einschränkung genannt
Private IntelligenceZero Data Retention with Private Safety Processingfür Unternehmen, kein bestimmter Plan genannt; Kontakt über OpenAIkeine Einschränkung genannt
OpenAI MarketplaceCommitment für freigegebene Partner-Software nutzen, 32 Partnerberechtigte Enterprise-Kunden, nach Interessenbekundungkeine Einschränkung genannt
Pro 500Pro-Stufe mit dem höchsten KontingentEinzelplan, 500 $ im Monatkeine Einschränkung genannt

Zwei Termine gehören dazu, obwohl sie nicht vom DevDay stammen: Einen Tag vorher hat OpenAI GPT-6.1 Astra zurückgehalten, und am 11. Dezember 2026 sollen die Custom GPTs planmäßig abgeschaltet werden.

Was sind ChatGPT dots und gibt es sie in Deutschland?

Im Pro-Plan sind dots in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Start nicht verfügbar. Unternehmen mit ChatGPT Business Premium können dots dagegen auch im EWR nutzen; in Enterprise ist es eine Beta, die der Admin einschaltet. Für Pro nennt OpenAI den gesamten EWR, die Schweiz und Großbritannien; Edu und Healthcare starten wie Enterprise als Beta, die standardmäßig aus ist. Nutzen dürfen dots nur Erwachsene ab 18.

Laut OpenAI sind dots „always-on agents in ChatGPT that can take on ongoing work and keep making progress between conversations“, also Agenten, die laufende Arbeit übernehmen und zwischen Unterhaltungen weitermachen. Du verbindest Apps, gibst ein Ziel vor und legst Regeln fest. Jeder dot hat einen eigenen Cloud-Computer und Browser und läuft mit GPT-6 Astra. Anlegen lassen sich dots nur in der Desktop-App oder im Browser am Desktop. Wie selbstständig ein dot handelt, regeln vier Verhaltensstufen:

  • „Hand off to you“: Der dot übergibt an dich.
  • „Ask before taking action“: Der dot fragt, bevor er handelt.
  • „Take action if pre-approved“: Der dot handelt, wenn die Aktion vorab freigegeben ist.
  • „Take action without asking“: Der dot handelt ohne Rückfrage.

Der Zugriff auf den lokalen Rechner ist optional und standardmäßig aus. In Pro und Business Premium ist der erste dot ohne Aufpreis enthalten. Im ersten Monat nach dem Start am 29. September 2026 zählt die Nutzung von dots laut OpenAI nicht auf das Planbudget; danach will OpenAI die Bedingungen je Plan nennen. Künftig sollen sich weitere dots hinzufügen und ihre Leistung skalieren lassen, buchbar ist das heute nicht.

Wie viel Kontrolle behalten Unternehmen bei dots?

So viel, wie ihr vorher festlegt. Ein dot arbeitet weiter, während niemand zusieht, und handelt in den Apps, die ihr ihm verbindet. Drei Punkte gehören vor den ersten Einsatz:

  • Berechtigungen: Verbindet nur die Apps, die die Aufgabe wirklich braucht, und lasst den lokalen Zugriff ausgeschaltet.
  • Unumkehrbare Aktionen: E-Mails an Kunden, Bestellungen oder Löschungen gehören nicht auf die Stufe „Take action without asking“. Für den Start passen „Ask before taking action“ oder „Take action if pre-approved“ mit einer kurzen Liste freigegebener Aktionen.
  • Verantwortung und Kosten: Legt fest, wer einen dot betreut, seine Ergebnisse prüft und ihn bei Bedarf stoppt. Den echten Verbrauch seht ihr erst, wenn die Nutzung nach dem ersten Monat auf das Planbudget zählt.

Wie man Zugriffe für KI-Systeme zuschneidet, steht im Artikel KI-Systeme mit echten Zugängen. Einrichtung und Pläne erklärt der Guide zu ChatGPT dots, den Überblick über Agenten im Unternehmen findest du unter KI-Agenten.

Was kann GPT-6.1 Sol und was kostet es?

GPT-6.1 Sol kostet in der API 2 $ Input und 10 $ Output pro Million Tokens, also ein Fünftel von GPT-6 Astra, und soll laut OpenAI bei Coding und Computer Use nah an Astra herankommen. In ChatGPT gibt es Sol nur in Work und Codex, nicht im normalen Chat. In der API heißt das Modell gpt-6.1-sol und ist laut OpenAI seit dem 29. September 2026 verfügbar. Preise in US-Dollar pro Million Tokens:

ModellInputCached InputCache-SchreibenOutput
GPT-6.1 Sol2 $0,10 $2,50 $10 $
GPT-6 Sol2 $0,20 $k. A.10 $
GPT-6 Astra10 $1 $12,50 $50 $

Beim Preis ist gegenüber GPT-6 Sol nur der Cache günstiger geworden: 0,10 statt 0,20 Dollar für gecachten Input. Das Schreiben in den Cache berechnet OpenAI laut Modellvergleich gesondert, bei GPT-6.1 Sol mit 2,50 Dollar pro Million Tokens; für GPT-6 Sol weist der Modellvergleich keinen Wert aus („k. A.“). Das Kontextfenster umfasst 1.050.000 Tokens, die Ausgabe bis zu 128.000, der Wissensstand reicht bis zum 30. April 2026. Laut OpenAI erreicht Sol auf DeepSWE v1.1 Astras Niveau zu etwa einem Fünftel der Kosten. Auf OSWorld 2.0, einem Benchmark für Computer Use, liegt es höchstens 2,1 Prozentpunkte hinter Astra, zu etwa einem Siebtel der Kosten, und auf Terminal-Bench Science kostet eine Aufgabe 5,47 statt 23,80 Dollar. Das sind Herstellerangaben.

In Work und Codex startet OpenAI mit Pro-Nutzern, in Enterprise und Edu schaltet der Owner Sol frei. Laut dem Changelog-Aggregator releasebot.io (Sekundärquelle) ist Sol seit Codex 0.159.1 das Standardmodell in Codex.

Ultrafast ist eine schnellere Bedienstufe: bis zu achtmal schnellere Token-Ausgabe in Codex (300 Tokens pro Sekunde), bis zu sechsmal in der API. Sie startet mit GPT-6 Astra in der API sowie in Work und Codex für Pro 500 und Enterprise; für GPT-6.1 Sol soll Ultrafast laut OpenAI in den kommenden Tagen folgen. In ChatGPT verbraucht GPT-6 Astra Ultrafast das enthaltene Kontingent laut OpenAI-Hilfe zu ChatGPT Pro achtmal so schnell wie normal, der Fast Mode 2,5-mal so schnell. Einen verifizierten API-Preis für Ultrafast habe ich noch nicht.

Alle Details stehen im Artikel GPT-6.1 Sol erklärt, wie Sol als Agent arbeitet, zeigt der Guide zu ChatGPT Work.

Warum hat OpenAI GPT-6.1 Astra zurückgehalten?

OpenAI veröffentlicht GPT-6.1 Astra vorerst nicht, weil das Modell bei zwei für Agenten zentralen Eigenschaften die eigene Messlatte des Unternehmens nicht ganz erreicht hat. Das berichteten CBS News, CNN und CNBC (Sekundärquellen) am 28. September 2026. Zitiert wird Saachi Jain, Head of Safety Systems bei OpenAI: Das Modell „didn't quite meet the bar in terms of staying within scope and authorization, and how it communicates back to the user about the type of work it's done.“ Sinngemäß: Es blieb nicht zuverlässig genug im Rahmen von Auftrag und Berechtigungen und meldete nicht sauber genug zurück, welche Arbeit es erledigt hat. Einen neuen Termin gibt es nicht; Spitzenmodell bleibt GPT-6 Astra, auf dem auch die dots laufen.

Für Unternehmen ist das ein gutes Signal, aber kein Freibrief. Gut, weil OpenAI genau die Fragen zum Freigabekriterium macht, die bei Agenten zählen: Bleibt der Agent in seinem Rahmen, und sagt er vollständig, was er getan hat? Kein Freibrief, weil die Begründung hier nur über Presseberichte belegt ist und nichts darüber aussagt, wie zuverlässig die veröffentlichten Modelle in euren Abläufen arbeiten. Eigene Freigaberegeln, Protokolle und Stichproben bleiben nötig, gerade bei dots.

Von der Ankündigung zum Plan

Mehr als 20 Neuerungen an einem Tag, aber welche davon bringen euren Abläufen etwas? In der KI-Roadmap schauen wir auf eure Prozesse, legen fest, welche Werkzeuge und Pläne passen, und planen die Einführung mit klaren Regeln für Daten und Agenten.

KI-Roadmap ansehen

Was sind ChatGPT Space, Pages und Collaborative Slides?

ChatGPT Space ist laut OpenAI „a home for your pages, uploaded files, and other work in ChatGPT“: die zentrale Ablage für Pages, Dateien und weitere Arbeitsergebnisse, in Pro, Business und Enterprise. Für Konten mit Space ersetzt es die Library, Projects bleiben getrennt bestehen. Bearbeiten geht nur im Web und in der Desktop-App, in Enterprise ist das Teilen ein Opt-in.

Pages sind ein neuer Dokumenttyp, „built for human and agent collaboration“: Menschen und Agenten bearbeiten und kommentieren dasselbe Dokument, mit Diagrammen und interaktiven Inhalten. Wer eine Page teilt, gibt damit keinen Zugriff auf private Chats oder Memory. Collaborative Slides folgen laut OpenAI „in the coming weeks“, mit Export nach PowerPoint oder Google Slides. Beides gibt es in Pro, Business und Enterprise.

Damit entsteht ein weiterer Ablageort neben SharePoint, Google Drive oder dem Dokumentenmanagement. Legt fest, was in Space entstehen darf, wo die freigegebene Fassung liegt und wer extern teilen darf. Häufig bleibt genau diese Ablagefrage offen, bis die ersten Dokumente doppelt existieren.

Was ändert sich für die Zusammenarbeit im Team?

Business und Enterprise bekommen Teams: Kolleginnen und Kollegen teilen Pages, Slides, Plugins und Tabellen und geben wiederkehrende Arbeit als Team Tasks weiter. Mit @ChatGPT lässt sich ChatGPT in Slack und Microsoft Teams in Kanälen, Threads und Direktnachrichten erwähnen, ebenfalls in Business und Enterprise. Dazu kommen teilbare Profile für alle Pläne, standardmäßig privat; Enterprise folgt später.

Meetings-Plugin: erst klären, dann aufzeichnen

Das Meetings-Plugin erstellt Notizen und Zusammenfassungen mit Aufgaben und legt sie in Space ab; das Audio wird laut OpenAI gelöscht, sobald die Notizen fertig sind. Es startet als Beta in der Desktop-App für macOS, für Pro und Business, Enterprise folgt.

Hinweis für Deutschland: Wer Besprechungen aufzeichnet, braucht die Einwilligung der Teilnehmenden, auch externer Gäste. Klärt den Einsatz deshalb vorab mit eurem Datenschutz und, wo vorhanden, mit dem Betriebsrat, und informiert alle Beteiligten, bevor die erste Besprechung läuft. Das ist ein allgemeiner Hinweis, keine Rechtsberatung.

Außerdem ist ChatGPT für Word seit dem 1. Oktober 2026 in Business standardmäßig aktiv. Prüft in den Admin-Einstellungen, ob das zu euren Regeln passt.

Was ist neu in Codex?

Mit Codex Cloud laufen Programmieraufgaben remote in isolierten, wiederverwendbaren Umgebungen weiter, auch wenn dein Rechner schläft, gestartet vom Desktop, im Web oder vom Smartphone. Codex Cloud gibt es in Plus, Pro, Business, Healthcare, Edu und Enterprise. Außerdem neu:

  • Code Review: Codex prüft Pull Requests auf GitHub und Merge Requests auf GitLab, laut OpenAI in allen Plänen.
  • Codex Security Cloud: scannt GitHub-Repositories auf Abruf oder nach Zeitplan, prüft neue Commits laufend und schlägt Fixes vor; für Pro, Business, Enterprise und Edu.
  • Codex CLI: Sprachsteuerung und eine neue Ansicht /agents, für alle Pläne.

Codex Security Cloud prüft neue Commits laufend, ersetzt aber kein menschliches Review vor dem Merge. Bei Codex Cloud läuft euer Code in Umgebungen bei OpenAI; legt fest, welche Repositories und Zugangsdaten dort landen dürfen. Mehr im Codex-Guide, das Pendant bei Anthropic ist Claude Code.

Was bringen Plugin Extensions und MCP Events?

Plugins werden interaktiver und können Abläufe selbst anstoßen, in allen Plänen. Plugin Extensions bringen interaktive Panels, Seitenleisten und Datei-Viewer, dazu einen Plugin Creator und einen neuen Einreichungsprozess. Mit MCP Events (MCP steht für Model Context Protocol) starten Plugins Automationen, wenn sich in einer verbundenen App etwas ändert.

Automationen laufen damit auch ohne Prompt. Klärt deshalb wie bei dots, wer sie einrichten darf und wer die Ergebnisse prüft. Seit dem 1. Oktober 2026 verwalten Business-Admins Plugins und Marketplaces in der Admin Console. Wie Plugins die Custom GPTs ablösen, erklärt der Guide zu ChatGPT Plugins, das Gegenstück bei Anthropic sind Claude Plugins.

Was ist Sign in with ChatGPT?

Mit Sign in with ChatGPT meldest du dich mit deinem ChatGPT-Konto bei Partnerprodukten an, die Anmeldung funktioniert global. Plus- und Pro-Nutzer können Partner-Apps außerdem ihr Planbudget nutzen lassen, zunächst als begrenzte Vorschau mit 16 Partnern.

Für Unternehmen ist das eine Governance-Frage: Die Budget-Nutzung nennt OpenAI nur für die privaten Pläne Plus und Pro. Verknüpfen Mitarbeitende private Konten mit Partner-Apps, entsteht Schatten-KI außerhalb eurer Verträge. Was im Team tatsächlich genutzt wird, zeigt der Shadow-AI-Check.

Was ist neu für Entwickler?

Drei Bausteine richten sich an Teams, die Agenten selbst bauen oder betreiben:

  • Decisions API (begrenzte Vorschau): Luna beantwortet fest definierte Fragen mit vorgegebenen Antwortoptionen, etwa um Anfragen zu klassifizieren, zu routen oder den nächsten Schritt eines Agenten zu wählen.
  • Agents API mit Computer Use: Multi-Agent, Tool Search und Context Compaction, die Infrastruktur betreibt OpenAI; in Codex und Work für Pro 500 und Enterprise.
  • Bedrock Managed Agents: OpenAI-Agenten, die komplett in AWS laufen, für Kunden von Amazon Web Services.

Feste Antwortoptionen lassen sich leichter prüfen und protokollieren als freie Texte, das macht die Decisions API für Automatisierungen interessant. Ob Bedrock Managed Agents aus EU-Regionen laufen, habe ich nicht verifiziert; prüft das vor einem Einsatz mit personenbezogenen Daten. Wie solche Bausteine in Prozesse passen, beschreibe ich unter KI-Automatisierung.

Was sind Private Intelligence und der OpenAI Marketplace?

Private Intelligence steht laut OpenAI für „Zero Data Retention with Private Safety Processing“, also Verarbeitung ohne Aufbewahrung der Daten (Zero Data Retention, ZDR); über den OpenAI Marketplace rechnen berechtigte Enterprise-Kunden einen Teil ihres bestehenden OpenAI-Commitments auf freigegebene Partner-Software an. Private Intelligence richtet OpenAI an Unternehmen und nennt keinen bestimmten Plan; Interessenten sollen OpenAI kontaktieren. Private Inference soll „this fall“ als Vorschau folgen. Der Marketplace startet mit 32 Partnern, die Teilnahme beginnt mit einer Interessenbekundung („express interest“).

Für die Datenschutzplanung bleibt der wichtigste Unterschied zwischen den Plänen bestehen: EU-Datenresidenz gibt es für Enterprise, Edu, Healthcare und API-Projekte, für ChatGPT Business nicht. Die Unternehmenspläne vergleicht der Guide zu ChatGPT Business und Enterprise, die Datenschutzfragen klärt ChatGPT und DSGVO.

Was kosten die neuen Pro-Stufen?

Pro gibt es jetzt in drei Stufen: Pro 100, Pro 200 und neu Pro 500 für 500 Dollar im Monat (USD-Listenpreise). Pro 500 bietet laut OpenAI „25 times the ChatGPT Plus allowance“ und als einziger Pro-Plan Ultrafast. Im deutschen App Store kosten die Stufen 102,99 €, 229 € und 509,99 € im Monat inklusive Mehrwertsteuer; im Web zeigt OpenAI auch deutschen Konten Dollarpreise, den Eurobetrag siehst du erst im Checkout.

StufePreis (USD pro Monat)Kontingent im Vergleich zu PlusBesonderheit
Pro 100100 $5-fach (laut Trending Topics)kleinste Pro-Stufe
Pro 200200 $10-fach, vorher 20-fach (laut Trending Topics)seit 29.09. wieder buchbar, mit geringerem Kontingent
Pro 500500 $25-fach (laut OpenAI)einziger Pro-Plan mit Ultrafast

Pro 200 ist seit dem 29. September wieder buchbar, die Pause seit dem 10. September ist damit vorbei; neue Abos bekommen aber ein geringeres Kontingent. Wer zwischen dem 22. September und dem 29. September 2026 (10 Uhr Pacific Time) zu irgendeinem Zeitpunkt ein aktives Pro-200-Abo hatte, kann das bisherige Kontingent bis zum 29. Oktober 2026 nutzen; danach gilt auch für Bestandskunden das geringere Kontingent. Laut Trending Topics (Sekundärquelle) misst OpenAI die Pro-Kontingente nur noch wöchentlich. Codex-Chef Thibault Sottiaux wird dort mit der Einschätzung zitiert, das neue Pro 200 „nets out at half as much as the old one“, gemessen an API-Listenpreisen.

Pro oder Business Premium? Für Unternehmen ist Pro selten die richtige Wahl, auch nicht Pro 500. Im Pro-Plan fehlen dots im EWR, das Training mit deinen Daten ist standardmäßig aktiv (abschaltbar in den Data Controls), und einen Auftragsverarbeitungsvertrag (DPA) bietet OpenAI nur für Business, Enterprise, Edu und die API. Business-Premium-Seats kosten 125 Dollar monatlich oder 100 Dollar pro Monat bei Jahreszahlung, mit fünffacher Kapazität, ohne 5-Stunden-Limit und mit wöchentlichem Reset, und dots sind dort auch im EWR nutzbar. Alle Pläne stehen unter ChatGPT-Preise.

Wann werden Custom GPTs abgeschaltet?

Custom GPTs sind planmäßig zum 11. Dezember 2026 abgeschaltet, in allen ChatGPT-Plänen; maßgeblich ist der Hinweis im eigenen Konto oder Workspace. In Enterprise-Workspaces sollen sich ab dem 26. Oktober 2026 keine neuen GPTs mehr anlegen lassen (geplant). Anweisungen, Wissensdateien und verbundene Apps wandern beim Migrieren in ein Plugin, eigene Actions nicht. Die Frist stammt nicht vom DevDay, ist für Unternehmen aber die wichtigste dieses Herbstes:

DatumWas passiert
11.09.2026Benachrichtigung der Admins
22.09.2026Ziel-Termin für das Migrationswerkzeug in Enterprise-Workspaces
26.10.2026Enterprise-Workspaces: Neuerstellung von GPTs endet (geplant)
11.12.2026Custom GPTs werden in allen Plänen abgeschaltet (geplant)
11.02.2027Enterprise-Workspaces mit genehmigtem Aufschub

Die Termine können sich laut OpenAI noch ändern; für andere Pläne als Enterprise nennt OpenAI kein Datum für das Ende der Neuerstellung. Migriert wird über „My GPTs“ und „Migrate to plugin“: nur veröffentlichte Versionen (nicht zwingend öffentliche) und nur durch die Person, die das GPT erstellt hat, oder einen Workspace-Admin. Die Anweisungen werden zu einem Skill im Plugin, verbundene Apps zu Apps im Plugin und die Wissensdateien zu Referenzdateien. Nicht übernommen werden eigene Actions, das gewählte Modell, Entwürfe und unveröffentlichte Änderungen sowie die Freigabe-Einstellungen: Bisherige Nutzer bekommen keinen Zugriff auf das Plugin, ein migriertes persönliches Plugin startet privat. Konversationsstarter übernimmt die Migration laut mixed-news.com (Sekundärquelle) möglicherweise nicht. Das ursprüngliche GPT bleibt bis zur Abschaltung nutzbar, ist nach der Migration aber schreibgeschützt und lässt sich vom Ersteller nicht löschen. Bestehende Unterhaltungen mit Custom GPTs bleiben laut OpenAI auch nach der Abschaltung zugänglich, sichern musst du dafür nichts. Den Ablauf Schritt für Schritt beschreibe ich im Artikel Custom GPTs werden abgeschaltet.

Wie steht OpenAI nach dem DevDay im Vergleich zu Anthropic?

Bei Preis und Plattform liegen beide Anbieter dicht beieinander. Anthropic hatte kurz vor dem DevDay eigene Neuerungen veröffentlicht: am 23. September den Claude Marketplace und am 28. September Claude Sonnet 5.5, das in der API genauso viel kostet wie GPT-6.1 Sol.

ThemaOpenAIAnthropic
MarktplatzOpenAI Marketplace (29.09.): Teil des Commitments für freigegebene Partner-Software nutzen, 32 Partner, für berechtigte Enterprise-Kunden nach InteressenbekundungClaude Marketplace (23.09.): mehr als 2.000 Connectoren und Plugins, Partnerprodukte etwa von CrowdStrike oder Snowflake und Service-Partner; ein Teil des Committed Spend ist für Partner-Software nutzbar
Modell für 2 $ / 10 $GPT-6.1 Sol: Cache-Lesen 0,10 $, Cache-Schreiben 2,50 $, 1,05 Mio. Tokens Kontext, Wissensstand 30.04.2026; in ChatGPT nur in Work und CodexClaude Sonnet 5.5: Cache-Lesen 0,20 $, Cache-Schreiben 2,50 $ (5 Minuten), 1 Mio. Tokens Kontext, Wissensstand Juni 2026
Gemeinsame DokumentePages; Collaborative Slides in den kommenden WochenClaude Docs und Claude Slides als Beta seit 16.09.2026
Chat-Werkzeuge@ChatGPT in Slack und Microsoft Teams (Business, Enterprise)Claude Tag in Slack als Beta für Team und Enterprise
Autonomiedots mit vier Verhaltensstufen und eigenem Cloud-Computereinstellbare Autonomie, standardmäßig fragt Claude vor Aktionen; geplante Aufgaben

Sonnet 5.5 kostet pro Token genau so viel wie Sonnet 5 (2 $ / 10 $), arbeitet laut Anthropic aber über 30 % schneller und pro Aufgabe bis zu 30 % günstiger. Einen fairen Leistungsvergleich mit Sol geben die veröffentlichten Zahlen nicht her, weil beide Hersteller unterschiedliche Benchmarks melden. Laut The Next Web, gestützt auf OpenAI-Angaben, liegt Sol auf AutomationBench 2,2 Punkte über Claude Opus 5.5, zu einem Drittel der Kosten. Für Teams ohne API zählt: Sol gibt es in ChatGPT nur in Work und Codex, im Claude Free-Plan läuft seit Ende September Sonnet 5.5 (laut unabhängigen Tests, Anthropic nennt auf der Preisseite nur „Sonnet“).

Wer beide Anbieter nutzt, testet Sol und Sonnet 5.5 mit denselben 20 bis 50 echten Aufgaben und vergleicht die Nacharbeit. Den Gesamtvergleich findest du unter Claude vs. ChatGPT, die Details zum Anthropic-Modell im Artikel Claude Sonnet 5.5.

Was sollten Unternehmen jetzt tun?

Erst die Custom GPTs umziehen, dann Plan und Regeln klären, danach Agenten pilotieren. Sieben Schritte, sortiert nach Dringlichkeit:

  1. Custom GPTs inventarisieren. Erfasst alle genutzten GPTs mit Ersteller, Zweck und eigenen Actions; GPTs mit Actions brauchen den meisten Vorlauf.
  2. Migration testen. Zieht zuerst ein unkritisches GPT über „Migrate to plugin“ um und prüft, ob alles vollständig ankommt. Entwürfe vorher veröffentlichen und die Freigaben im Plugin neu setzen, denn die Migration übernimmt sie nicht.
  3. Business Premium statt Pro prüfen. Nur dort und als Beta in Enterprise, Edu und Healthcare gibt es dots in Deutschland, dazu einen Auftragsverarbeitungsvertrag, den Pro nicht hat.
  4. dots nur als Pilot mit Freigaberegeln. Ein abgegrenzter Ablauf, „Ask before taking action“ oder „Take action if pre-approved“, nur die nötigen Apps, kein lokaler Zugriff, eine verantwortliche Person. Nach dem ersten Monat auswerten.
  5. Meetings-Plugin datenschutzrechtlich klären. Einwilligung und Information der Teilnehmenden regeln, wo vorhanden den Betriebsrat beteiligen.
  6. Admin-Einstellungen prüfen. In Business regeln seit dem 24. September zwei Schalter, ob Sites auf verbundene Apps und ob Apps auf ChatGPT Ads zugreifen dürfen (beide standardmäßig aus). Seit dem 1. Oktober verwaltet ihr Plugins in der Admin Console, und ChatGPT für Word ist standardmäßig aktiv.
  7. Modelle gegentesten. Wer GPT-6 Astra oder GPT-6 Sol per API nutzt, testet GPT-6.1 Sol an echten Fällen, parallel zu Claude Sonnet 5.5. Die Modellwahl gehört in eine Konfigurationsdatei.

Was nach dem DevDay noch kommt, etwa Collaborative Slides oder Ultrafast für Sol, sammle ich in den KI-Updates.

Von der Ankündigung zur Entscheidung

Ihr wollt wissen, welche DevDay-Neuerungen für euer Unternehmen zählen, ob Business Premium, Enterprise oder ein anderer Anbieter passt und wie ihr die Custom GPTs rechtzeitig umzieht? Beschreibe mir kurz eure Ausgangslage. Wir klären, ob ein Workshop, eine Roadmap oder eine Umsetzung der sinnvolle nächste Schritt ist.

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Häufige Fragen zum OpenAI DevDay 2026

Was wurde auf dem OpenAI DevDay 2026 vorgestellt?

Am 29. September 2026 hat OpenAI vor allem dots als dauerhaft laufende Agenten, das Modell GPT-6.1 Sol, ChatGPT Space mit Pages, Codex Cloud und die neue Stufe Pro 500 vorgestellt. Dazu kamen Teams, @ChatGPT in Slack und Microsoft Teams, ein Meetings-Plugin, Plugin Extensions, MCP Events und Sign in with ChatGPT. Für Entwickler und Unternehmen gab es die Decisions API, die Agents API, Private Intelligence und den OpenAI Marketplace.

Sind ChatGPT dots in Deutschland verfügbar?

Im Pro-Plan nicht: Dort sind dots im Europäischen Wirtschaftsraum, in der Schweiz und in Großbritannien zum Start nicht verfügbar. Mit ChatGPT Business Premium kannst du dots dagegen auch in Deutschland nutzen. In Enterprise, Edu und Healthcare starten dots als Beta, die standardmäßig aus ist und vom Admin eingeschaltet wird.

Was kostet GPT-6.1 Sol?

In der API kostet GPT-6.1 Sol 2 Dollar Input und 10 Dollar Output pro Million Tokens, also ein Fünftel von GPT-6 Astra; Cached Input kostet 0,10 Dollar. In ChatGPT steht Sol in Work und Codex für Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu bereit. Im normalen Chat gibt es das Modell nicht.

Was ist ChatGPT Space?

ChatGPT Space ist die neue Ablage für Pages, hochgeladene Dateien und weitere Arbeitsergebnisse in ChatGPT. Für Konten mit Space ersetzt es die bisherige Library, Projects bleiben getrennt bestehen. Space gibt es in Pro, Business und Enterprise, bearbeiten kannst du nur im Web oder in der Desktop-App.

Was kostet ChatGPT Pro 500?

Pro 500 kostet 500 Dollar im Monat (USD-Listenpreis), im deutschen App Store 509,99 € inklusive Mehrwertsteuer. Laut OpenAI bietet es das 25-Fache des Plus-Kontingents und als einziger Pro-Plan Ultrafast. Daneben gibt es Pro 100 für 100 Dollar und Pro 200 für 200 Dollar, das seit dem 29. September wieder buchbar ist, aber mit geringerem Kontingent.

Warum hat OpenAI GPT-6.1 Astra nicht veröffentlicht?

Laut Saachi Jain, Head of Safety Systems bei OpenAI, hat das Modell die Messlatte nicht ganz erreicht: beim Einhalten von Auftrag und Berechtigungen und bei der Rückmeldung an Nutzer, welche Arbeit es erledigt hat. Das berichteten CBS News, CNN und CNBC am 28. September 2026. Einen neuen Termin gibt es nicht, GPT-6 Astra bleibt OpenAIs Spitzenmodell.

Wann werden Custom GPTs abgeschaltet?

Custom GPTs sind planmäßig zum 11. Dezember 2026 abgeschaltet, in allen ChatGPT-Plänen; maßgeblich ist der Hinweis im eigenen Konto oder Workspace. In Enterprise-Workspaces sollen sich ab dem 26. Oktober 2026 keine neuen GPTs mehr anlegen lassen (geplant). Anweisungen, Wissensdateien und verbundene Apps wandern beim Migrieren in ein Plugin, eigene Actions nicht.

Was ist Codex Cloud?

Codex Cloud lässt Programmieraufgaben remote in isolierten, wiederverwendbaren Umgebungen weiterlaufen, auch wenn dein Rechner schläft. Starten kannst du Aufgaben vom Desktop, im Web oder vom Smartphone. Codex Cloud gibt es in Plus, Pro, Business, Healthcare, Edu und Enterprise.

Offizielle Quellen und Stand der Recherche

Dieser Artikel wurde am 4. Oktober 2026 erstellt. Preise, Termine und Verfügbarkeiten stammen aus den verlinkten Primärquellen von OpenAI und Anthropic, abgerufen am 04.10.2026, soweit nicht anders angegeben. Benchmark-Werte sind Herstellerangaben. CBS News, CNN, CNBC, Trending Topics, The Next Web, mixed-news.com, releasebot.io und Simon Willison sind Sekundärquellen und im Text als solche gekennzeichnet. OpenAI rollt Funktionen schrittweise aus; maßgeblich ist die Anzeige in deinem Konto.

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Jean Hinz, KI-Berater für den Mittelstand aus Lüneburg

Über den Autor

Jean Hinz

KI-Berater für den Mittelstand, Lüneburg/Hamburg

Ich begleite Geschäftsführungen und Teams dabei, KI vom Einzelexperiment in einen belastbaren Betrieb zu überführen. Schwerpunkt: Prozesse zuerst, Werkzeuge danach. Praxis aus Industrie, Tourismus, Veranstaltungen und weiteren Unternehmensbereichen.

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  • Seit 2023 KI-Beratung
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