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ChatGPT für Unternehmen

ChatGPT Business und Enterprise: Preise, Unterschiede und Datenschutz

ChatGPT Business kostet 20 oder 25 Dollar pro Standard-Seat und Monat, Premium-Seats 100 oder 125 Dollar. Enterprise hat keinen Listenpreis und bringt dafür EU-Datenresidenz und den Zugang zum OpenAI Marketplace mit. Dieser Guide zeigt, was in welchem Plan steckt, was der DevDay geändert hat und welcher Plan zu eurem Unternehmen passt.

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TL;DR: ChatGPT Business kostet pro Standard-Seat 25 Dollar monatlich oder 20 Dollar pro Monat bei Jahreszahlung, ein Premium-Seat 125 oder 100 Dollar. Enterprise gibt es nur auf Anfrage. Beide Pläne schließen Training mit Geschäftsdaten aus und bieten einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Der wichtigste Unterschied für die EU: EU-Datenresidenz gibt es nur in Enterprise, nicht in Business.

Business Standard-Seat 20 $ / 25 $

pro Person und Monat bei Jahres- beziehungsweise Monatszahlung, USD-Listenpreis.

Business Premium-Seat 100 $ / 125 $

fünffache Kapazität, kein 5-Stunden-Limit, wöchentlicher Reset.

Enterprise auf Anfrage

kein Listenpreis; einziger der beiden Pläne mit EU-Datenresidenz.

Preise

Was kosten ChatGPT Business und ChatGPT Enterprise?

ChatGPT Business kostet 20 Dollar pro Standard-Seat und Monat bei Jahreszahlung oder 25 Dollar bei monatlicher Zahlung; Premium-Seats kosten 100 beziehungsweise 125 Dollar. Für Enterprise veröffentlicht OpenAI keinen Listenpreis, das Angebot gibt es auf Anfrage. Alle Beträge sind USD-Listenpreise laut den Business Release Notes von OpenAI, abgerufen am 4. Oktober 2026.

PlanPreis pro Seat und Monat (USD)Was drinstecktGedacht für
Business, Standard-Seat25 $ monatlich, 20 $ bei Jahreszahlungkein Training mit Geschäftsdaten, Admin Console, Codex, GPT-6 Astra mit 15 Nachrichten pro Monatdie meisten Mitarbeitenden
Business, Premium-Seat125 $ monatlich, 100 $ bei Jahreszahlungfünffache Kapazität, kein 5-Stunden-Limit, wöchentlicher Reset, GPT-6 Astra mit 50 Nachrichten pro Woche, erster dot ohne AufpreisVielnutzer mit Codex, ChatGPT Work oder Agenten
Enterprisekein Listenpreis, Angebot auf AnfrageEU-Datenresidenz möglich, OpenAI Marketplace für berechtigte Kunden, Ultrafast für GPT-6 AstraUnternehmen mit Pflichten zu Speicherort oder Nachweisen

Business beginnt bei zwei Personen. Der Plan ist der Nachfolger des früheren ChatGPT Team, wer nach den Kosten für „ChatGPT Team“ sucht, landet also bei diesen Preisen. Codex ist enthalten, und Werbung zeigt OpenAI nur in Free und Go, nicht in Business oder Enterprise.

Und in Euro? Einen offiziellen Euro-Preis für Business gibt es nicht. OpenAI weist Business auch im Upgrade-Dialog eines deutschen Kontos in US-Dollar aus: 20 $ bei Jahreszahlung oder 25 $ monatlich pro Standard-Seat, 100 $ oder 125 $ pro Premium-Seat (geprüft am 4. Oktober 2026). Den Eurobetrag inklusive Steuern siehst du erst im Checkout deines Workspaces. Die Einzelpläne Free, Go, Plus und die drei Pro-Stufen mit den Euro-Preisen aus dem deutschen App Store stehen im Guide ChatGPT-Preise.

Premium-Seats

Was bringen die Premium-Seats in ChatGPT Business?

Ein Premium-Seat gibt einer Person in Business die fünffache Kapazität eines Standard-Seats, ohne 5-Stunden-Limit. OpenAI hat die Premium-Seats am 24. August 2026 eingeführt; sie kosten 125 Dollar monatlich oder 100 Dollar pro Monat bei Jahreszahlung, also das Fünffache eines Standard-Seats. Im Einzelnen:

  • Fünffache Kapazität gegenüber dem Standard-Seat.
  • Kein 5-Stunden-Limit: Das Kontingent setzt sich wöchentlich zurück. Lange Sitzungen in Codex oder Work brechen dadurch seltener mitten am Arbeitstag ab.
  • Mehr GPT-6 Astra: 50 Nachrichten pro Woche statt 15 pro Monat im Standard-Seat. Diese Limits hat OpenAI zum Start von GPT-6 Astra im September 2026 genannt.
  • dots inklusive: Der erste dot ist in Business Premium ohne Aufpreis enthalten. Im ersten Monat nach dem Start am 29. September 2026 zählt die Nutzung von dots laut OpenAI nicht auf die erweiterten Limits; danach will OpenAI die Bedingungen je Plan nennen. dots laufen in Business Premium in allen unterstützten ChatGPT-Regionen, also auch im EWR. Was dots sind, erklärt der Guide ChatGPT dots.

Häufig stößt nur ein kleiner Teil des Teams regelmäßig an Grenzen, etwa in der Entwicklung mit Codex oder bei langen Analysen. Plant Premium-Seats deshalb gezielt für diese Personen: vier Wochen mit Standard-Seats arbeiten, die Nutzung beobachten, dann aufstocken.

Vom Plan zum Arbeitsalltag

Ein gebuchter Business-Workspace verändert noch keinen Prozess. Den Unterschied machen gemeinsame Vorlagen, geklärte Datenregeln und ein oder zwei Abläufe, die wirklich umgestellt werden. Im KI-Workshop baut jede Person eigene Workflows an echten Aufgaben aus ihrem Alltag, ab 3.490 EUR zzgl. MwSt. für einen Tag mit 5 bis 30 Teilnehmenden.

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Vergleich

Was unterscheidet ChatGPT Business von ChatGPT Enterprise?

Der wichtigste Unterschied für Unternehmen in der EU ist die Datenresidenz: Enterprise kann Daten in Europa speichern, Business nicht. Beim Grundschutz sind beide Pläne gleich, bei neuen Funktionen liegt mal Business, mal Enterprise vorn. Der Stand vom 4. Oktober 2026:

PunktChatGPT BusinessChatGPT Enterprise
Preis (USD pro Seat und Monat)Standard 20 $ jährlich oder 25 $ monatlich, Premium 100 $ oder 125 $kein Listenpreis, auf Anfrage
Mindestgrößeab 2 Personenkeine öffentliche Angabe
Training mit Geschäftsdatenneinnein
Auftragsverarbeitungsvertrag (DPA)ja, mit OpenAI Ireland Ltd.ja, mit OpenAI Ireland Ltd.
EU-Datenresidenzneinja
Private Intelligence (Zero Data Retention)kein bestimmter Plan genannt, Anfrage bei OpenAIkein bestimmter Plan genannt, Anfrage bei OpenAI
Werbungkeinekeine
GPT-6 Astra im Chat (als GPT-6 Pro)Standard 15 Nachrichten pro Monat, Premium 50 pro Wocheverfügbar, der Admin schaltet frei
GPT-6.1 Solin ChatGPT Work und Codexin ChatGPT Work und Codex, ein Owner schaltet frei
Ultrafast für GPT-6 Astranicht genanntin ChatGPT Work und Codex
dots (Always-on-Agenten)mit Premium-Seat, in allen unterstützten Regionen inklusive EWR; erster dot ohne AufpreisBeta, standardmäßig aus
ChatGPT Space und Pagesjaja, Teilen in Space per Opt-in
Teams und Team Tasksjaja
@ChatGPT in Slack und Microsoft Teamsjaja
Meetings-PluginBeta in der Desktop-App für macOSfolgt laut OpenAI
Codex Cloud und Codex Security Cloudjaja
Computer Use über die Agents API in Work und Codexnicht genanntja
Aktive geplante Aufgabenbis zu 10bis zu 15
ChatGPT für Wordseit 1. Oktober 2026 standardmäßig aktivkeine Angabe
Plugins und Marketplaces in der Admin Console verwaltenseit 1. Oktober 2026keine Angabe
OpenAI Marketplaceneinfür berechtigte Enterprise-Kunden nach Interessenbekundung; Teil des bestehenden Commitments auf Partner-Software anrechenbar
Abschaltung der Custom GPTsplanmäßig 11. Dezember 2026planmäßig 11. Dezember 2026, mit genehmigtem Aufschub 11. Februar 2027; Neuerstellung soll am 26. Oktober 2026 enden

So liest du die Tabelle: „nicht genannt“ und „keine Angabe“ heißen, dass OpenAI die Funktion in den Ankündigungen und Release Notes für diesen Plan nicht aufführt. Das ist kein Beleg dafür, dass sie fehlt. Prüft solche Punkte im Admin-Bereich oder lasst sie euch im Angebot bestätigen.

Auffällig: Bei dots und dem Meetings-Plugin ist Business schneller, weil OpenAI diese Funktionen in Enterprise als Beta oder später ausrollt. Bei Speicherort, Ultrafast und dem OpenAI Marketplace liegt Enterprise vorn.

Datenschutz

Wie unterscheiden sich Datenschutz und EU-Datenresidenz?

Beim Training sind beide Pläne gleich: OpenAI nutzt Inhalte aus Business und Enterprise nicht für das Training, und für beide schließt ihr einen Auftragsverarbeitungsvertrag (Data Processing Addendum) mit OpenAI Ireland Ltd. ab. Der Unterschied liegt beim Speicherort.

EU-Datenresidenz bietet OpenAI nur für ChatGPT Enterprise, Edu, Healthcare und für API-Projekte an. In Business gibt es sie nicht, auch nicht eingeschränkt. Wer eigene Anwendungen über die API baut, kann regionale Verarbeitung wählen; dafür berechnet OpenAI 10 Prozent Aufschlag.

Am DevDay hat OpenAI außerdem Private Intelligence vorgestellt: „Zero Data Retention with Private Safety Processing“, also Verarbeitung ohne Aufbewahrung der Inhalte. OpenAI richtet Private Intelligence an Unternehmen und nennt keinen bestimmten Plan; Interessenten sollen OpenAI kontaktieren. Eine Vorschau auf Private Inference soll „this fall“ folgen.

Neue Funktionen bringen neue Datenflüsse, die in eure Datenschutz-Dokumentation gehören:

  • dots arbeiten mit einem eigenen Cloud-Computer und Browser. Zugriff auf den lokalen Rechner ist optional und standardmäßig aus.
  • Meetings-Plugin: Notizen und Zusammenfassungen mit Aufgaben landen in Space; das Audio wird gelöscht, sobald die Notizen fertig sind.
  • Pages: Wer eine Page teilt, gibt keinen Zugriff auf private Chats oder Memory.
  • ChatGPT Sites: Öffentliches Veröffentlichen ist im EWR weiterhin nicht möglich, Sites dürfen in Business nur nach Freigabe auf verbundene Apps zugreifen.

Alle Details zu Aufbewahrung, Auftragsverarbeitung und EU AI Act stehen im Guide ChatGPT und DSGVO.

Neuerungen

Was hat OpenAI am DevDay 2026 für Business und Enterprise angekündigt?

Am 29. September 2026 hat OpenAI vor allem Funktionen für die Zusammenarbeit im Team vorgestellt, die meisten für Business und Enterprise:

  • dots: laut OpenAI „always-on agents in ChatGPT that can take on ongoing work and keep making progress between conversations“. Sie laufen mit GPT-6 Astra; ihr verbindet Apps, gebt ein Ziel vor und wählt eine von vier Verhaltensstufen, von „Take action without asking“ bis „Hand off to you“. Erstellen lassen sie sich nur in der Desktop-App oder im Desktop-Browser.
  • ChatGPT Space und Pages: Space ist „a home for your pages, uploaded files, and other work in ChatGPT“ und ersetzt für Konten mit Space die Library; Projects bleiben getrennt bestehen. Bearbeiten lässt sich Space nur im Web und in der Desktop-App. Pages sind ein neuer Dokumenttyp, den Menschen und Agenten gemeinsam bearbeiten und kommentieren. Gemeinsame Präsentationen (Collaborative Slides) mit Export nach PowerPoint oder Google Slides sollen „in the coming weeks“ folgen.
  • Teams, Team Tasks und @ChatGPT: Kolleginnen und Kollegen bilden in ChatGPT ein Team mit gemeinsamen Pages, Slides, Plugins und Tabellen und teilen wiederkehrende Arbeit. In Slack und Microsoft Teams lässt sich ChatGPT in Kanälen, Threads und Direktnachrichten erwähnen.
  • Codex Cloud und Codex Security Cloud: Codex-Aufgaben laufen in isolierten Umgebungen weiter, auch wenn der eigene Rechner schläft; Codex Security Cloud scannt GitHub-Repositories und schlägt Fixes vor. Mehr im Guide ChatGPT Codex.
  • GPT-6.1 Sol: kostet in der API 2 $ Input und 10 $ Output pro Million Tokens, also ein Fünftel von GPT-6 Astra, und soll laut OpenAI bei Coding und Computer Use nah an Astra herankommen. In ChatGPT gibt es Sol nur in Work und Codex, nicht im normalen Chat. Die Einordnung steht im Artikel GPT-6.1 Sol.
  • Ultrafast: bis zu achtfache Ausgabegeschwindigkeit in Codex, zuerst für GPT-6 Astra in Enterprise und Pro 500; für GPT-6.1 Sol soll Ultrafast laut OpenAI in den kommenden Tagen folgen. Im Pro-Plan verbraucht GPT-6 Astra Ultrafast das enthaltene Kontingent laut OpenAI achtmal so schnell wie normal, der Fast Mode 2,5-mal so schnell; wie Enterprise das abrechnet, lasst ihr euch im Angebot bestätigen.
  • Plugin Extensions und MCP Events: Plugins bekommen interaktive Panels und Seitenleisten und können Automationen starten, wenn sich in einer verbundenen App etwas ändert. Mehr im Guide ChatGPT Plugins.
  • OpenAI Marketplace: Berechtigte Enterprise-Kunden können einen Teil ihres bestehenden OpenAI-Commitments auf freigegebene Software von zum Start 32 Partnern anrechnen. Die Teilnahme beginnt mit einer Interessenbekundung („express interest“).

Die ganze Konferenz aus Sicht des Mittelstands ordnet der Artikel OpenAI DevDay 2026 ein.

Verwaltung

Welche Admin-Einstellungen solltet ihr jetzt prüfen?

Prüft in Business vor allem drei Änderungen der letzten Wochen, weil sie Standardwerte setzen:

  • 24. September 2026, zwei neue Schalter: ob Sites auf verbundene Apps zugreifen dürfen und ob Apps auf ChatGPT Ads zugreifen dürfen. Beide sind standardmäßig aus.
  • 1. Oktober 2026, ChatGPT für Word: in Business standardmäßig aktiv, angekündigt am 17. September. Wer das nicht will, muss es aktiv abschalten.
  • 1. Oktober 2026, Plugin-Verwaltung: Plugins und Marketplaces lassen sich in der Admin Console verwalten. Das ist der richtige Ort, um Freigaberegeln technisch umzusetzen.

In Enterprise sind viele Neuerungen zunächst aus und werden vom Owner oder Admin eingeschaltet: GPT-6.1 Sol, GPT-6 Astra im Chat, dots als Beta und das Teilen in Space. Das bremst den Start, gibt der IT aber die Kontrolle über den Zeitpunkt.

Migration

Was bedeutet die Abschaltung der Custom GPTs für Business und Enterprise?

Custom GPTs sind planmäßig zum 11. Dezember 2026 abgeschaltet; das betrifft alle ChatGPT-Pläne, maßgeblich ist der Hinweis in eurem Workspace. In Enterprise-Workspaces sollen sich ab dem 26. Oktober 2026 keine neuen GPTs mehr anlegen lassen (geplant); für Business nennt OpenAI kein Datum für das Ende der Neuerstellung. Anweisungen, Wissensdateien und verbundene Apps wandern beim Migrieren in ein Plugin, eigene Actions nicht. Für Enterprise-Workspaces mit genehmigtem Aufschub gilt der 11. Februar 2027; die Termine können sich laut OpenAI noch ändern.

DatumWas passiert
11. September 2026Benachrichtigung der Admins
22. September 2026Ziel-Termin für das Migrationswerkzeug in Enterprise-Workspaces
26. Oktober 2026Enterprise-Workspaces: Neuerstellung von GPTs endet (geplant)
11. Dezember 2026Custom GPTs werden in allen Plänen abgeschaltet (geplant)
11. Februar 2027Frist für Enterprise-Workspaces mit genehmigtem Aufschub

Die Migration startet in „My GPTs“ über „Migrate to plugin“, nur durch die Ersteller oder einen Workspace-Admin und nur für veröffentlichte Versionen. Aus den Anweisungen wird ein Skill, verbundene Apps werden Apps im Plugin, Wissensdateien werden Referenzdateien des Plugins. Nicht übernommen werden eigene Actions, das gewählte Modell, Entwürfe und unveröffentlichte Änderungen sowie die Freigabe-Einstellungen: Bisherige Nutzer bekommen keinen Zugriff auf das Plugin, ein migriertes persönliches Plugin startet privat. Konversationsstarter übernimmt die Migration laut mixed-news.com (Sekundärquelle) möglicherweise nicht. Das ursprüngliche GPT bleibt bis zur Abschaltung nutzbar, ist nach der Migration aber schreibgeschützt und lässt sich vom Ersteller nicht löschen. Bestehende Unterhaltungen mit Custom GPTs bleiben laut OpenAI auch nach der Abschaltung zugänglich.

Wer viele GPTs hat, sollte jetzt inventarisieren, Ersatz für eigene Actions planen und festlegen, wer die Plugins nach der Migration wieder freigibt. Den Ablauf beschreibt der Artikel Custom GPTs werden abgeschaltet.

Entscheidungshilfe

Business oder Enterprise: Was passt zu eurem Unternehmen?

Eine Mitarbeiterzahl, ab der Enterprise Pflicht wird, nennt OpenAI nicht. Entscheidend sind eure Anforderungen. Diese Fragen helfen bei der Einordnung:

FrageWenn ja
Verlangen euer Datenschutz, ein Kunde oder ein Branchenstandard, dass Daten in der EU gespeichert werden?Enterprise, denn Business bietet keine EU-Datenresidenz
Braucht ihr Verarbeitung ohne Aufbewahrung der Inhalte (Zero Data Retention)?Private Intelligence direkt bei OpenAI anfragen; OpenAI nennt dafür keinen bestimmten Plan
Sollen Konten über euren Identity Provider angemeldet und automatisch angelegt oder gelöscht werden (SSO, SCIM)?vor dem Kauf im Angebot schriftlich bestätigen lassen, welcher Plan das in welcher Form abdeckt
Verlangen Betriebsrat, Revision oder Kunden Nachweise über Nutzung, Freigaben und Aufbewahrung?Enterprise prüfen und die Nachweisfunktionen im Angebot konkret benennen lassen
Wollt ihr dots in Deutschland jetzt produktiv testen?Business Premium; in Enterprise ist es eine Beta, die der Admin einschaltet
Wollt ihr feste Kosten pro Kopf ohne Verhandlung über individuelle Konditionen?Business
Arbeiten nur wenige Personen sehr intensiv mit Codex, Work oder Agenten?Business mit Premium-Seats für genau diese Personen
Habt ihr viele Custom GPTs, deren Migration bis Dezember knapp wird?Enterprise-Workspaces können mit genehmigtem Aufschub bis 11. Februar 2027 weiterarbeiten

Drei typische Konstellationen im Mittelstand

  • Kleines Team ohne Sonderanforderungen: Texte, Angebote und Recherchen, keine Vorgaben zum Speicherort. Hier passt Business mit Standard-Seats und Premium-Seats für einzelne Vielnutzer.
  • Mittelständler mit eigener IT und vielen Kundendaten: Die Entscheidung hängt an der Datenresidenz. Verlangen Kundenverträge oder eure eigene Richtlinie die Speicherung in der EU, führt der Weg zu Enterprise. Sonst reicht Business mit Auftragsverarbeitungsvertrag, geprüfter Datenschutz-Folgenabschätzung und klaren Datenregeln.
  • Unternehmensgruppe oder regulierte Branche: mehrere Gesellschaften, eine Compliance-Abteilung, Prüfungen durch Kunden oder Aufsicht. Hier ist Enterprise meist die passende Wahl.

Ein Praxisbeispiel aus Europa liefert eine Fallstudie von OpenAI vom 7. August 2026: Das europäische Steuerberaternetzwerk HSP GRUPPE setzt ChatGPT Enterprise ein, laut OpenAI mit 84 Prozent wöchentlicher Nutzung.

Beispielrechnung, hypothetisch: Ein Unternehmen mit 20 Personen, davon vier Vielnutzer. 16 Standard-Seats zu 20 $ und 4 Premium-Seats zu 100 $ ergeben bei Jahreszahlung rechnerisch 720 $ pro Monat, bei monatlicher Zahlung (25 $ und 125 $) 900 $. Eine Vergleichszahl für Enterprise lässt sich nicht nennen, weil OpenAI keinen Listenpreis veröffentlicht.

Praxis

Was solltet ihr vor dem Rollout von Business oder Enterprise klären?

Vor dem Rollout solltet ihr Vertrag, Datenschutz, Mitbestimmung, Freigaberegeln und Schulung klären. Der Workspace selbst ist schnell eingerichtet, die Regeln dauern länger. Diese sieben Punkte gehören vor den Start:

1

Auftragsverarbeitungsvertrag abschließen

Den DPA mit OpenAI Ireland Ltd. abschließen und im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten dokumentieren.

2

Datenschutz-Folgenabschätzung prüfen

Bei sensiblen personenbezogenen Daten oder in Personalprozessen meist nötig, für allgemeine Assistenz mit klaren Datenregeln in der Regel nicht. Die Entscheidung dokumentieren.

3

Betriebsrat früh einbinden

Admin-Auswertungen und Nutzungsdaten können Rückschlüsse auf Verhalten und Leistung zulassen. Eine Betriebsvereinbarung schafft Klarheit, bevor Seats verteilt werden.

4

Freigaberegeln für dots und Plugins festlegen

Welche Apps dürfen verbunden werden, welche Verhaltensstufe ist Standard (zum Beispiel „Ask before taking action“), wer gibt Plugins und Marketplaces in der Admin Console frei, und bleibt der lokale Zugriff von dots aus?

5

Admin-Schalter durchgehen

Sites-Zugriff auf verbundene Apps, App-Zugriff auf ChatGPT Ads, ChatGPT für Word und in Enterprise das Teilen in Space.

6

Custom GPTs inventarisieren

Welche GPTs werden genutzt, wer migriert sie vor dem 11. Dezember 2026 zu Plugins, und welche Actions müssen neu gebaut werden?

7

Team schulen

KI-Kompetenz nach Artikel 4 EU AI Act, Datenampel und Prüfpflicht für Ergebnisse. Praxisnah geht das im KI-Workshop, mit Schulungsnachweis in der EU-AI-Act-Schulung.

Oft fehlt die Bestandsaufnahme: Viele Mitarbeitende nutzen ChatGPT längst mit privaten Accounts und eingeschaltetem Training. Diese Konten gehören in die Planung, sonst laufen zwei Welten parallel.

Vergleich

Wie schlagen sich Claude Team und Enterprise im Vergleich?

Bei den Seat-Preisen liegen beide Anbieter gleichauf: Claude Team kostet pro Standard-Seat ebenfalls 25 Dollar monatlich oder 20 Dollar pro Monat bei Jahreszahlung, Premium-Seats 125 oder 100 Dollar. Claude Enterprise rechnet 20 Dollar pro Seat und Monat bei Jahresvertrag plus Nutzung zu API-Preisen ab und hat damit, anders als ChatGPT Enterprise, einen veröffentlichten Preis. Ein Unterschied für deutsche Kunden: Anthropic nennt auf seiner deutschen Preisseite Euro-Preise für Team (Standard 18 € oder 21,04 €, Premium 90 € oder 105,23 € pro Platz und Monat, ohne Steuern), OpenAI weist Business nur in US-Dollar aus.

Beim Speicherort hat OpenAI die Nase vorn: Anthropic bietet über claude.ai keine EU-Datenresidenz an, weder in Team noch in Enterprise. Verarbeitung in Europa gibt es bei Claude nur per API über Amazon Bedrock oder Google Cloud mit europäischen Regionen, also ohne die Claude-App. Den vollständigen Vergleich zeigt der Guide Claude Team und Enterprise.

Weiterführend

Was du als Nächstes lesen solltest

Quellen

Quellen und Stand der Prüfung

Preise und Funktionen wurden am 4. Oktober 2026 gegen diese Quellen geprüft. OpenAI ändert Pläne, Limits und Freischaltungen regelmäßig; maßgeblich sind die verlinkten Seiten und euer Admin-Bereich.

FAQ

Häufige Fragen zu ChatGPT Business und Enterprise

Was kostet ChatGPT Business?

Ein Standard-Seat kostet 25 $ pro Person und Monat bei monatlicher Zahlung oder 20 $ pro Monat bei Jahreszahlung, ein Premium-Seat 125 $ beziehungsweise 100 $ (USD-Listenpreise). Business gibt es ab zwei Personen. Einen offiziellen Euro-Preis gibt es nicht: Auch in deutschen Konten weist OpenAI Business in US-Dollar aus, den Eurobetrag inklusive Steuern zeigt erst der Checkout.

Was kostet ChatGPT Enterprise?

Für Enterprise veröffentlicht OpenAI keinen Listenpreis, das Angebot gibt es auf Anfrage. Fragt im Gespräch gezielt nach EU-Datenresidenz, dem OpenAI Marketplace und dem Aufschub bei der Custom-GPT-Abschaltung, denn diese Punkte machen den Unterschied zu Business aus. Private Intelligence mit Zero Data Retention könnt ihr ebenfalls ansprechen, OpenAI nennt dafür aber keinen bestimmten Plan.

Gibt es ChatGPT Team noch?

Der frühere Team-Plan heißt heute ChatGPT Business. Ein Standard-Seat kostet 25 $ monatlich oder 20 $ pro Monat bei Jahreszahlung, ein Premium-Seat 125 $ oder 100 $.

Was ist ein Premium-Seat in ChatGPT Business?

Ein Business-Platz für intensive Nutzung zu 125 $ monatlich oder 100 $ pro Monat bei Jahreszahlung, eingeführt am 24. August 2026. Er bietet laut OpenAI fünffache Kapazität, kein 5-Stunden-Limit und einen wöchentlichen Reset. Dazu kommen 50 GPT-6-Astra-Nachrichten pro Woche statt 15 pro Monat und der erste dot ohne Aufpreis.

Hat ChatGPT Business EU-Datenresidenz?

Nein. EU-Datenresidenz bietet OpenAI nur für Enterprise, Edu, Healthcare und API-Projekte an. Business-Inhalte fließen trotzdem nicht ins Training, und ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist abschließbar.

Kann ich dots mit ChatGPT Business in Deutschland nutzen?

Ja, mit Business Premium: Dort laufen dots in allen unterstützten ChatGPT-Regionen, also auch im EWR, und der erste dot kostet keinen Aufpreis. Im Pro-Plan sind dots in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Start nicht verfügbar. In Enterprise, Edu und Healthcare sind dots eine Beta, die Admins freischalten.

Trainiert OpenAI mit Daten aus Business und Enterprise?

Nein. In Business, Enterprise, Edu und über die API nutzt OpenAI eure Inhalte nicht für das Training. Den Auftragsverarbeitungsvertrag (Data Processing Addendum) schließt ihr mit OpenAI Ireland Ltd. ab.

Was passiert mit unseren Custom GPTs?

Custom GPTs sind planmäßig zum 11. Dezember 2026 abgeschaltet, in Business wie in Enterprise; maßgeblich ist der Hinweis in eurem Workspace. In Enterprise-Workspaces sollen sich ab dem 26. Oktober 2026 keine neuen GPTs mehr anlegen lassen (geplant), mit genehmigtem Aufschub läuft die Frist dort bis zum 11. Februar 2027. Anweisungen, Wissensdateien und verbundene Apps wandern beim Migrieren in ein Plugin, eigene Actions nicht.

Bevor ihr Seats bucht

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Einordnung

Welcher ChatGPT-Plan ist für euer Unternehmen der richtige?

Meist nicht der größte. Wer mit Business startet und nur die Vielnutzer auf Premium hebt, zahlt selten zu viel. Enterprise wird richtig, wenn ein Speicherort in der EU oder belastbare Nachweise gefordert sind, nicht weil die Firma „groß genug“ ist. Wie die Einführung gelingt, steht auf der Seite ChatGPT und OpenAI für Unternehmen.

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Jean Hinz, KI-Berater für den Mittelstand aus Lüneburg

Über den Autor

Jean Hinz

KI-Berater für den Mittelstand, Lüneburg/Hamburg

Ich begleite Geschäftsführungen und Teams dabei, KI vom Einzelexperiment in einen belastbaren Betrieb zu überführen. Schwerpunkt: Prozesse zuerst, Werkzeuge danach. Praxis aus Industrie, Tourismus, Veranstaltungen und weiteren Unternehmensbereichen.

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