Die kurze Antwort OpenAI schaltet Custom GPTs planmäßig am 11. Dezember 2026 ab, in allen ChatGPT-Plänen; maßgeblich ist der Hinweis im Konto. Beim Migrieren wandern Anweisungen, Wissensdateien und verbundene Apps in ein Plugin, Actions, Modellwahl und Freigaben nicht. Bestehende Chats bleiben zugänglich. In Enterprise-Workspaces sollen ab dem 26. Oktober 2026 keine neuen GPTs mehr entstehen (geplant).

Abschaltung, alle Pläne 11.12.2026

Stand 4. Oktober bleiben 68 Tage für Migration und Tests.

Enterprise: keine neuen GPTs ab 26.10.2026

Geplant; für andere Pläne nennt OpenAI kein Datum.

Enterprise mit Aufschub 11.02.2027

Nur für Workspaces, denen OpenAI den Aufschub genehmigt hat.

Nicht übertragen Actions

Auch Modellwahl, Freigaben und Entwürfe kommen nicht mit.

Was hat OpenAI zu Custom GPTs angekündigt?

OpenAI stellt Custom GPTs ein und ersetzt sie durch Plugins. Angekündigt hat OpenAI das am 11. September 2026 in den ChatGPT Release Notes, am selben Tag gingen die Benachrichtigungen an die Workspace-Admins. Zusammengefasst nach OpenAIs FAQ zur Abschaltung: OpenAI schaltet Custom GPTs planmäßig am 11. Dezember 2026 ab, und zwar in allen ChatGPT-Plänen; maßgeblich ist der Hinweis im eigenen Konto oder Workspace. In Enterprise-Workspaces sollen sich ab dem 26. Oktober 2026 keine neuen GPTs mehr anlegen lassen (geplant). Anweisungen, Wissensdateien und verbundene Apps wandern beim Migrieren in ein Plugin, eigene Actions nicht.

Ganz überraschend kommt der Schritt nicht. Schon am 9. Juli 2026 hat OpenAI das App Directory durch ein Plugin Directory ersetzt; bestehende App-Verbindungen blieben davon unberührt. Plugins bündeln seitdem Skills, Apps und Referenzdateien und sind der zentrale Weg, ChatGPT zu erweitern. Zum DevDay am 29. September 2026 hat OpenAI sie weiter ausgebaut, unter anderem mit interaktiven Panels und mit Automationen, die auf Änderungen in verbundenen Apps reagieren. Ein eigenes Format für Custom GPTs passt nicht mehr in dieses Bild.

Betroffen sind vor allem Teams, die GPTs im Alltag nutzen: für Angebotsentwürfe, als internen Wissensassistenten mit Handbüchern und Richtlinien oder für Marketing-Texte nach Markenleitfaden. Was Plugins insgesamt können, erkläre ich im Guide zu ChatGPT Plugins, die DevDay-Neuheiten aus Sicht des Mittelstands im Artikel zum OpenAI DevDay 2026.

Welche Termine gelten für die Abschaltung der Custom GPTs?

Entscheidend ist der 11. Dezember 2026: An diesem Tag schaltet OpenAI Custom GPTs planmäßig ab, und zwar in allen ChatGPT-Plänen; maßgeblich ist der Hinweis im eigenen Konto oder Workspace. Für Enterprise-Workspaces nennt OpenAI zwei weitere Meilensteine: Ab dem 26. Oktober 2026 sollen sich dort keine neuen GPTs mehr anlegen lassen (geplant), und Workspaces mit genehmigtem Aufschub haben bis zum 11. Februar 2027 Zeit. Für andere Pläne nennt OpenAI kein Datum für das Ende der Neuerstellung, und die Termine können sich laut OpenAI noch ändern. Der Überblick, Stand 4. Oktober 2026:

DatumWas passiertWas du tun solltest
9. Juli 2026Das Plugin Directory ersetzt das App Directory; bestehende App-Verbindungen bleiben unberührtPlugins als neuen Standard kennenlernen
11. September 2026Ankündigung der Einstellung, Benachrichtigung der Workspace-AdminsInventur aller GPTs starten
22. September 2026Zieltermin für das Migrationswerkzeug in Enterprise-Workspaces laut OpenAIprüfen, ob „Migrate to plugin“ in deinem Konto erscheint
1. Oktober 2026ChatGPT Business: Plugins und Marketplaces im Admin Console verwaltbarFreigaben für Plugins festlegen
26. Oktober 2026Enterprise-Workspaces: Ende der Neuerstellung von Custom GPTs (geplant)neue Assistenten direkt als Plugin bauen; für andere Pläne nennt OpenAI kein Datum
11. Dezember 2026Custom GPTs werden abgeschaltet, in allen PlänenMigration und Tests abgeschlossen haben
11. Februar 2027Frist für Enterprise-Workspaces mit genehmigtem Aufschubnur mit bestätigtem Aufschub einplanen

Stand 4. Oktober 2026 sind das 68 Tage bis zur Abschaltung, in Enterprise-Workspaces 22 Tage bis zum geplanten Stopp für neue GPTs. Plane einen Puffer ein: Der Klick auf „Migrate to plugin“ ist schnell erledigt, der Ersatz für Actions und die Tests mit echten Aufgaben brauchen deutlich länger. Ob das Migrationswerkzeug in deinem Workspace schon sichtbar ist, siehst du unter „My GPTs“.

Was wird beim Migrieren übernommen und was nicht?

Übernommen werden Anweisungen, Wissensdateien und verbundene Apps, nicht übernommen werden eigene Actions, das gewählte Modell, Freigabe-Einstellungen sowie Entwürfe und unveröffentlichte Änderungen. OpenAI beschreibt die Umwandlung in der FAQ zur Abschaltung so: Die Anweisungen des GPT werden zu einem Skill im neuen Plugin, verbundene Apps werden dem Plugin als Apps hinzugefügt, und die Wissensdateien werden in die Referenzdateien des Plugins kopiert.

Bestandteil im Custom GPTNach der MigrationBeleg
Anweisungenwerden zu einem Skill im PluginOpenAI
Wissensdateienwerden in die Referenzdateien des Plugins kopiertOpenAI
Verbundene Appswerden dem Plugin als Apps hinzugefügtOpenAI
Eigene Actionswerden nicht übertragenOpenAI
Gewähltes Modellwird nicht übernommenOpenAI
Freigabe-Einstellungenwerden nicht übernommen; bisherige Nutzer erhalten keinen Zugriff auf das Plugin, ein migriertes persönliches Plugin startet privatOpenAI
Entwürfe und unveröffentlichte Änderungenwerden nicht übernommenOpenAI
Ursprüngliches GPTbleibt bis zur Abschaltung nutzbar, ist nach der Migration schreibgeschützt und lässt sich vom Ersteller nicht löschenOpenAI
Bestehende Unterhaltungen mit dem GPTbleiben auch nach der Abschaltung zugänglichOpenAI
Konversationsstartermöglicherweise nicht übernommen; OpenAI äußert sich dazu nichtlaut mixed-news.com (Sekundärquelle)

Was heißt das praktisch? Ein GPT, das vor allem aus guten Anweisungen und einigen Referenzdokumenten besteht, kommt fast vollständig im Plugin an. Das gilt für den typischen Assistenten für Angebotsentwürfe oder den Marketing-Texter mit Markenleitfaden. Ein GPT, das über Actions Kundendaten aus dem CRM holt oder Tickets anlegt, verliert dagegen genau den Teil, der es nützlich gemacht hat. Und weil die Modellwahl nicht mitkommt, können sich Tonfall und Qualität der Antworten ändern. Ein Vergleichstest gehört deshalb zu jeder Migration. Weil auch die Freigaben nicht mitkommen, sehen bisherige Nutzer das Plugin erst, wenn du es neu teilst.

Bestehende Unterhaltungen mit Custom GPTs bleiben laut OpenAI auch nach der Abschaltung zugänglich, dafür musst du nichts tun. Konversationsstarter kopierst du vorsorglich selbst, weil OpenAI zu ihnen nichts sagt.

ChatGPT im Team

Die Migration ist ein guter Anlass zum Aufräumen: Welche Assistenten nutzt euer Team wirklich, welche Anweisungen sind veraltet, wer pflegt was? Im KI-Workshop bauen wir eure wichtigsten Arbeitsabläufe so auf, dass sie als Plugin oder Skill im Alltag tragen, mit Prompts, Quellen und klarer Ergebnisprüfung.

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Was bedeutet es, dass Actions nicht migriert werden?

Jede Action musst du neu lösen, sonst fehlt dem Plugin die Verbindung zu euren Systemen. Actions sind die Schnittstellen, über die ein Custom GPT selbstständig externe Dienste aufruft, zum Beispiel Kundendaten aus einem CRM liest, einen Termin anlegt oder einen Datensatz in einer Datenbank sucht. Laut OpenAI werden sie bei der Migration nicht übertragen. Für den Ersatz gibt es drei Wege, am besten in dieser Reihenfolge geprüft:

  1. Vorhandene App nutzen. Prüfe im Plugin Directory, ob es für das Zielsystem schon eine App oder ein fertiges Plugin gibt. In den Release Notes hat OpenAI im September unter anderem Plugins für Zendesk und OneNote sowie ein Data-Plugin angekündigt. Eine gepflegte App ist meist robuster als eine selbst gebaute Action.
  2. Eigene Verbindung über MCP. Gibt es keine passende App, bindet ihr das System über einen eigenen Server mit dem Model Context Protocol (MCP) an und hängt ihn als App ins Plugin. MCP ist der offene Standard, über den auch Anthropic Claude mit externen Werkzeugen verbindet. Für eigene Plugins hat OpenAI zum DevDay den Plugin Creator und einen neuen Einreichungsprozess vorgestellt.
  3. Automation außerhalb von ChatGPT. Bildet die Action eigentlich einen festen Ablauf ab, etwa „neue Anfrage im Postfach, Daten ins CRM“, gehört er oft besser in ein Automatisierungswerkzeug wie n8n oder Make. ChatGPT liefert dann nur noch den Textteil. Wie solche Abläufe aussehen, beschreibe ich unter KI-Automatisierung.

Neu seit dem DevDay sind MCP Events: Plugins können damit Automationen starten, wenn sich in einer verbundenen App etwas ändert. Für manche Action, die bisher nur auf Zuruf im Chat lief, ist das sogar ein Fortschritt. Wichtig beim Ersatz: Eine Action hat oft eigene Zugangsdaten und Berechtigungen. Lege fest, wer die neue App verbinden darf und ob Schreibzugriffe vorab bestätigt werden müssen.

Wie migrierst du ein Custom GPT Schritt für Schritt zu einem Plugin?

Du migrierst über „My GPTs“ und den Befehl „Migrate to plugin“, und zwar nur veröffentlichte Versionen. Das darf nur die Person, die das GPT erstellt hat, oder ein Workspace-Admin. OpenAI nennt die Bezeichnungen der englischen Oberfläche, in der deutschen können sie abweichen. So gehst du vor:

  1. Berechtigung klären. Migrieren kann nur die Person, die das GPT erstellt hat, oder ein Workspace-Admin. Kläre deshalb vorab, wer für welches GPT zuständig ist.
  2. Veröffentlichte Version prüfen. Migriert wird nur eine veröffentlichte Version, die nicht öffentlich sein muss. Entwürfe und unveröffentlichte Änderungen werden nicht übernommen, schließe sie deshalb ab und veröffentliche sie, solange das möglich ist, oder übertrage die Inhalte von Hand.
  3. Inhalte sichern. Kopiere Anweisungen, Konversationsstarter und die Beschreibung jeder Action (Zielsystem, Endpunkte, Anmeldung) in ein Dokument und lege die Originale der Wissensdateien an einem festen Ort ab. Notiere außerdem, mit wem das GPT geteilt ist, denn Freigabe-Einstellungen werden nicht übernommen.
  4. Migration starten. Öffne „My GPTs“, wähle das GPT und klicke auf „Migrate to plugin“; in der deutschen Oberfläche können die Bezeichnungen abweichen. Das ursprüngliche GPT bleibt bis zur Abschaltung nutzbar, ist nach der Migration aber schreibgeschützt und lässt sich vom Ersteller nicht löschen.
  5. Plugin prüfen. Kontrolliere, ob der Skill die vollständigen Anweisungen enthält, ob alle Referenzdateien angekommen sind und ob die Apps verbunden sind. Ersetze veraltete Dateien gleich mit, etwa alte Preislisten oder überholte Leitfäden.
  6. Actions ersetzen. Baue für jede Action einen Ersatz: über eine vorhandene App aus dem Plugin Directory, eine eigene Verbindung über MCP oder eine Automation außerhalb von ChatGPT, wie im Abschnitt zu Actions beschrieben.
  7. Mit echten Aufgaben testen. Lass fünf bis zehn typische Aufgaben, deren gutes Ergebnis du kennst, mit dem alten GPT und mit dem Plugin laufen und vergleiche die Ergebnisse. Stelle erst um, wenn das Plugin mindestens gleich gut liefert.
  8. Team umstellen. Teile das Plugin neu mit allen, die das GPT bisher genutzt haben, denn die Migration gibt ihnen keinen Zugriff; ein migriertes persönliches Plugin startet privat. Sag allen, wo sie das Plugin finden, und pflege das alte GPT nicht weiter.

Welche Checkliste brauchen Unternehmen für die Custom-GPT-Migration?

Behandle die Migration wie ein kleines Projekt: erst Inventur, dann Ersatz für Actions, dann Tests und Kommunikation. Häufig bleibt offen, wie viele GPTs im Umlauf sind und wer sie gebaut hat; genau dort setzt die Checkliste an. Die Zieltermine sind meine Empfehlung, nicht OpenAIs Vorgabe:

AufgabeWorauf du achtestZieltermin
1. Inventur aller GPTsName, Zweck, Ersteller, fachlich verantwortliche Person, Nutzerkreis, Freigaben, Actions ja oder neinbis Ende Oktober 2026, in Enterprise vor dem 26. Oktober
2. AussortierenWas niemand mehr nutzt, wird nicht migriertbis Ende Oktober 2026, in Enterprise vor dem 26. Oktober
3. Actions identifizieren und Ersatz planenje Action Zielsystem, Ersatz über Plugin-App, MCP oder Automation, Zuständigkeit in der ITAnfang November
4. Wissensdateien prüfenaktuelle Fassung, veraltete Dokumente ersetzen, keine Daten, die nicht in den Workspace gehörenvor der Migration
5. Migrierennur veröffentlichte Versionen, durch Ersteller oder Admin; Freigaben danach neu setzenbis Mitte November
6. Ergebnisse testenalt gegen neu mit echten Aufgaben, weil Modellwahl und Aufbau sich ändernvor dem Umstellen
7. Freigaben im Admin Console klärenwelche Plugins und Marketplaces erlaubt sind, wer Apps verbinden darf; in Business seit 1. Oktober 2026 dort verwaltbarparallel zur Migration
8. Mitarbeitende informierenwas sich ändert, wo das Plugin liegt, wer bei Fragen hilft; bestehende Chats mit GPTs bleiben zugänglichvor dem Umstellen
9. Abschlussalte GPTs nicht mehr pflegen, interne Anleitungen und Schulungsunterlagen anpassenspätestens 11. Dezember 2026

Neue Assistenten baust du ab sofort gleich als Plugin, in Enterprise-Workspaces spätestens ab dem 26. Oktober 2026. Das spart doppelte Arbeit.

Was ist der Unterschied zwischen einem Custom GPT und einem Plugin?

Ein Custom GPT ist eine eigene ChatGPT-Variante, die du gezielt aufrufst. Ein Plugin ist ein Paket aus Skills, Apps und Referenzdateien, das ChatGPT um eine Fähigkeit erweitert. Plugins nutzt du im normalen Chat, seit dem 23. September 2026 auch im Sprachmodus und seit dem DevDay am 29. September 2026 in Business, Enterprise, Healthcare und Edu zusätzlich in Sites.

MerkmalCustom GPTPlugin
AufbauAnweisungen, Wissensdateien, Actions, ModellwahlSkills, Apps, Referenzdateien
Externe Systemeeigene ActionsApps, technisch über MCP angebunden
Oberflächeeigenes Chatfensterim normalen Chat; mit Plugin Extensions auch Panels, Seitenleisten und Datei-Viewer
Auslöserwenn du das GPT aufrufstauf Anfrage, mit MCP Events auch bei Änderungen in verbundenen Apps
Verwaltungin den GPT-Einstellungenim Admin Console, in Business seit 1. Oktober 2026
StatusAbschaltung am 11. Dezember 2026 in allen Plänen; in Enterprise keine neuen ab 26. Oktober 2026 (geplant)aktiver Ausbau, zuletzt zum DevDay am 29. September 2026

Einen Überblick über alle aktuellen Funktionen, von Space und Pages bis zu dots, gibt der Guide zu den ChatGPT-Funktionen.

Was gilt für ChatGPT Business und Enterprise?

Für Business gilt der 11. Dezember 2026, für Enterprise ebenfalls, außer OpenAI hat dem Workspace einen Aufschub bis zum 11. Februar 2027 genehmigt. In Enterprise-Workspaces sollen sich zudem ab dem 26. Oktober 2026 keine neuen GPTs mehr anlegen lassen (geplant). Frag deinen Admin, ob ein Aufschub für euren Workspace gilt, und plane ohne Bestätigung mit dem 11. Dezember.

Admins bekommen dafür neue Werkzeuge. Seit dem 1. Oktober 2026 verwalten sie in ChatGPT Business Plugins und Marketplaces im Admin Console. Seit dem 24. September 2026 gibt es dort außerdem zwei Schalter: ob Sites auf verbundene Apps zugreifen dürfen und ob Apps auf ChatGPT Ads zugreifen dürfen, beide standardmäßig aus. In Enterprise und Edu sind Skills seit dem 9. Juli 2026 allgemein verfügbar.

Beim Datenschutz ändert die Migration wenig, solange die Inhalte im selben Workspace bleiben: In Business, Enterprise und Edu nutzt OpenAI eure Daten nicht zum Training. Neu zu prüfen ist jede App, die ein Plugin mit externen Diensten verbindet, denn dort fließen Daten an Dritte. Alles zu Plänen, Admin-Funktionen und Datenresidenz steht im Guide zu ChatGPT Business und Enterprise, die Datenschutzfragen im ChatGPT-Datenschutz-Guide.

Ist Claude eine Alternative zu Custom GPTs?

Ja, aber die Abschaltung allein ist kein Grund für einen Anbieterwechsel. Claude kennt dieselben Bausteine: Skills sind Anleitungen, die Claude für bestimmte Aufgaben heranzieht, und Plugins bündeln laut Anthropic MCP-Connectoren, Agent Skills oder beides. Skills stehen in Free, Pro, Max, Team und Enterprise zur Verfügung, Voraussetzung ist aktivierte Code-Ausführung; organisationsweit bereitstellen und teilen lassen sie sich nur in Team und Enterprise. Im Claude Marketplace listet Anthropic mehr als 2.000 Connectoren und Plugins.

Fair betrachtet: Wer ChatGPT Business oder Enterprise im Einsatz hat, ist mit „Migrate to plugin“ schneller am Ziel als mit einem Wechsel, denn Lizenzen, Datenschutzprüfung und Schulung hängen am Anbieter. Ein Umzug zu Claude lohnt sich eher, wenn ihr Claude ohnehin parallel testet. Die Anweisungen eines GPT legst du dort als Skill an, die Wissensdateien als Referenzmaterial; Actions musst du auch bei Claude über Connectoren neu lösen. Mehr dazu in den Guides zu Claude Skills und Claude Plugins, den direkten Vergleich der Anbieter unter Claude vs. ChatGPT.

Migration mit Plan

Ihr habt mehrere Custom GPTs mit Actions im Einsatz und wenig Zeit bis zum 11. Dezember? Schildere mir kurz, welche Assistenten ihr nutzt und welche Systeme daran hängen. Wir klären, ob ihr die Migration intern stemmt oder Unterstützung beim Ersatz der Actions braucht.

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Häufige Fragen zur Abschaltung der Custom GPTs

Wann werden Custom GPTs abgeschaltet?

Planmäßig am 11. Dezember 2026, und zwar in allen ChatGPT-Plänen; maßgeblich ist der Hinweis im eigenen Konto oder Workspace. Enterprise-Workspaces mit genehmigtem Aufschub haben bis zum 11. Februar 2027 Zeit. Die Termine können sich laut OpenAI noch ändern.

Kann ich noch neue Custom GPTs erstellen?

In Enterprise-Workspaces voraussichtlich nur noch bis zum 26. Oktober 2026, danach soll die Neuerstellung dort enden; für andere Pläne nennt OpenAI kein solches Datum. Lohnen wird sich ein neues GPT kaum, weil OpenAI Custom GPTs am 11. Dezember 2026 in allen Plänen abschaltet. Neue Assistenten baust du besser gleich als Plugin.

Was passiert mit meinen Custom GPTs?

Sie laufen bis zum 11. Dezember 2026 weiter und werden dann abgeschaltet, bestehende Unterhaltungen mit ihnen bleiben laut OpenAI aber zugänglich. Vorher kannst du sie über „My GPTs“ und „Migrate to plugin“ in ein Plugin umwandeln, wenn du Ersteller oder Workspace-Admin bist und das GPT veröffentlicht ist. Das ursprüngliche GPT bleibt bis zur Abschaltung nutzbar, ist nach der Migration aber schreibgeschützt.

Werden Actions migriert?

Nein. Eigene Actions werden laut OpenAI nicht übertragen, ebenso wenig das im GPT gewählte Modell. Den Zugriff auf externe Systeme baust du im Plugin über eine App, eine eigene MCP-Verbindung oder eine Automation neu auf.

Wer darf ein Custom GPT migrieren?

Nur die Person, die das GPT erstellt hat, oder ein Workspace-Admin. Migriert wird nur eine veröffentlichte Version, die aber nicht öffentlich sein muss; Entwürfe und unveröffentlichte Änderungen werden nicht übernommen. Freigabe-Einstellungen kommen nicht mit, ein migriertes persönliches Plugin startet privat.

Was ist der Unterschied zwischen einem Custom GPT und einem Plugin?

Ein Custom GPT ist eine eigene ChatGPT-Variante mit Anweisungen, Wissensdateien, Actions und fester Modellwahl. Ein Plugin ist ein Paket aus Skills, Apps und Referenzdateien, das du im normalen Chat, im Sprachmodus und je nach Plan in Sites nutzt. Plugins sind OpenAIs Nachfolger für Custom GPTs, und das Plugin Directory hat das frühere App Directory ersetzt.

Gilt die Frist auch für ChatGPT Enterprise?

Ja, auch dort gilt grundsätzlich der 11. Dezember 2026, neue GPTs sollen sich in Enterprise-Workspaces schon ab dem 26. Oktober 2026 nicht mehr anlegen lassen (geplant). Nur Workspaces, denen OpenAI einen Aufschub genehmigt hat, haben bis zum 11. Februar 2027 Zeit. Ob das für euren Workspace gilt, weiß euer Admin.

Kann ich meine Custom GPTs zu Claude umziehen?

Ja, indem du die Inhalte selbst überträgst: Die Anweisungen legst du in Claude als Skill an, die Wissensdateien als Referenzmaterial, und Actions ersetzt du über Connectoren. Skills gibt es in allen Claude-Plänen mit aktivierter Code-Ausführung, organisationsweit teilen lassen sie sich in Team und Enterprise.

Offizielle Quellen und Stand der Recherche

Dieser Artikel wurde am 4. Oktober 2026 erstellt. Termine und Migrationsdetails stammen aus OpenAIs FAQ zur Abschaltung und den Release Notes, abgerufen am 04.10.2026. Die Angabe zu Konversationsstartern stammt aus einer Sekundärquelle; OpenAI äußert sich dazu nicht. Die Claude-Angaben wurden am 27.09.2026 geprüft. OpenAI rollt Funktionen schrittweise aus; maßgeblich ist die Anzeige in deinem Konto.

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Jean Hinz, KI-Berater für den Mittelstand aus Lüneburg

Über den Autor

Jean Hinz

KI-Berater für den Mittelstand, Lüneburg/Hamburg

Ich begleite Geschäftsführungen und Teams dabei, KI vom Einzelexperiment in einen belastbaren Betrieb zu überführen. Schwerpunkt: Prozesse zuerst, Werkzeuge danach. Praxis aus Industrie, Tourismus, Veranstaltungen und weiteren Unternehmensbereichen.

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