Für wen: Marketing-Teams von 5 bis 30 Personen im Mittelstand
Für Marketing- und Kommunikationsteams, die KI schon einzeln nutzen, aber keinen gemeinsamen Standard haben. Typisch sind fünf bis dreißig Personen aus Content, Social Media, E-Mail, Brand und Presse, dazu die Person, die am Ende für Freigaben verantwortet. Technisches Vorwissen braucht niemand.
Nicht passend ist der Tag, wenn ihr zu zwei oder drei Personen seid. Dann reicht der Claude Sprint für Marketing-Teams mit 90 Minuten für ein Tool. Wenn die Frage eher Strategie und Sichtbarkeit ist als Werkzeugbeherrschung, ist die KI-Beratung für Marketing der richtige Einstieg. Alle Formate und Preise stehen unter Leistungen.
Warum jetzt: die Zahlen (Stand 2. November 2026)
Marketing ist nach dem Kundenkontakt das zweithäufigste Einsatzfeld von KI. Bitkom berichtet: „Am häufigsten arbeitet KI weiterhin im Kundenkontakt, etwa bei der Bearbeitung von Anfragen (72 Prozent), sowie in Marketing und Kommunikation (54 Prozent).“ Quelle: Bitkom, Presseinformation vom 14. September 2026, repräsentative Befragung von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten.
Gleichzeitig fehlt in den Abteilungen das Können: 52 Prozent sagen, dass es in Marketingabteilungen häufig an den nötigen Kompetenzen fehlt, um KI sinnvoll einzusetzen. 84 Prozent sehen KI als einen der Trends mit dem größten Einfluss auf das Marketing bis 2027, 51 Prozent sagen, generative KI übernehme heute schon einen erheblichen Teil der kreativen Marketingarbeit. Quelle: Bitkom Marketingtrends, Presseinformation vom 12. Februar 2026, Befragung von 180 Unternehmen aus dem Netzwerk des Verbands. Diese Umfrage ist nach Angaben des Herausgebers ausdrücklich nicht repräsentativ, sie gibt ein Stimmungsbild.
Geschult wird trotzdem kaum: 56 Prozent der Unternehmen setzen generative KI im Arbeitsalltag ein, aber nur 27 Prozent sagen, dass Beschäftigte dazu schon eine Weiterbildung besucht haben. Bei Unternehmen mit 20 bis 49 Beschäftigten sind es 21 Prozent. 50 Prozent sehen einen hohen oder sehr hohen Weiterbildungsbedarf. Quelle: TÜV-Verband, Befragung durch das Marktforschungsinstitut Forsa, veröffentlicht am 28. April 2026, 500 Unternehmen ab 20 Beschäftigten, Telefoninterviews vom 26. Januar bis 11. März 2026.
Und der Einsatz bleibt oft an der Oberfläche: Bei Schweizer kleinen und mittleren Unternehmen nutzen 35 Prozent KI für Werbetexte und 28 Prozent für Bildgenerierung, personalisierte Werbung liegt mit 16 Prozent nicht über dem Niveau von 2024. Quelle: AXA KMU-Arbeitsmarktstudie, durchgeführt von Sotomo, veröffentlicht am 15. September 2026, 336 Unternehmen aus der deutsch- und französischsprachigen Schweiz, Befragung vom 11. bis 18. März 2026.
Daraus ergibt sich die Aufgabe für einen Schulungstag: nicht Tools vorführen, sondern die drei Aufgaben eures Marketings so umbauen, dass sie mit KI schneller und in gleicher Qualität laufen. Ob das bei euch passt, klären wir in 30 Minuten. Erstgespräch buchen.
Was dein Team am Ende kann
- Ein Kampagnenbriefing so formulieren, dass ein KI-Entwurf brauchbar wird: Ziel, Zielgruppe, freigegebener Kontext, Ausgabeformat.
- Texte in eurer Tonalität erzeugen und prüfen, mit einem Stilprofil, das aus euren eigenen besten Texten entsteht.
- Bild- und Videoentwürfe für Social Media erstellen und entscheiden, was davon veröffentlichungsfähig ist und was nicht.
- Kampagnendaten auswerten und die Ergebnisse gegen die Originalzahlen prüfen, statt der KI zu glauben.
- Erkennen, welche Daten in welches Werkzeug dürfen, und wo der Freigabeweg im Unternehmen verläuft.
- Einen eigenen Workflow dokumentieren, sodass Kolleginnen und Kollegen ihn übernehmen können.
Wie sich das in einem laufenden Team entwickelt, zeigt ein anonymisiertes Projektbeispiel: KI-Kompetenz im Arbeitsalltag aufbauen, Tourismus, laufende Begleitung, Stand September 2026. Kundennamen nenne ich hier nicht.
Ablauf: Vorbereitung, Workshop-Tag, 30 Tage Follow-up
Vorher: eure drei wichtigsten Kampagnenaufgaben
Vor dem Termin benennt ihr drei Aufgaben, die regelmäßig Zeit kosten: zum Beispiel Newsletter-Produktion, Social-Media-Redaktionsplan, Landingpage-Texte, Messe-Nachfassen. Dazu kommen Beispiele eurer besten eigenen Texte und, falls vorhanden, eure Marken- und Tonalitätsvorgaben. Ich baue daraus die Übungen des Tages. Zugänge und Testkonten klären wir im Vorgespräch.
Der Tag: ChatGPT, Claude und Gemini an echten Aufgaben
Am Vormittag arbeiten alle an derselben Aufgabe in allen drei Werkzeugen. Das ist der schnellste Weg, Unterschiede zu verstehen, ohne Vergleichstabellen zu lesen. Am Nachmittag baut jede Person ihre eigenen Workflows, stellt einen davon vor und bekommt Feedback. Am Ende steht die KI-Richtlinie für Marketingdaten: Was darf hinein, was nicht, wer gibt frei, wie wird gekennzeichnet.
Danach: Workflows, KI-Richtlinie, Schulungsnachweis
30 Tage Follow-up per E-Mail oder Call für die Fragen, die erst im Alltag auftauchen. Ihr bekommt die Workflows dokumentiert, die KI-Richtlinie in ablagefähiger Form und den Schulungsnachweis mit Teilnehmerliste, Inhalten und Datum. Wer Pflichten und Dokumentation vollständig aufsetzen will, kombiniert den Tag mit dem Add-on AI-Act-ready oder mit der EU-AI-Act-Schulung.
Welche Tools und Pläne wir nutzen
Für den Schulungstag reichen Testzugänge ohne Kundendaten. Für den Betrieb danach braucht ihr Teampläne. Die Angaben unten sind am 2. November 2026 bei den Anbietern geprüft; Preise von Drittanbietern rechne ich nicht um.
- Claude Team: laut Anbieterseite „For teams of 2 to 150“, Standardplatz 20 US-Dollar je Platz und Monat bei jährlicher Zahlung, 25 US-Dollar bei monatlicher Zahlung, dazu „No model training on your content by default“. Geprüft am 2. November 2026 auf claude.com/pricing.
- ChatGPT Business: der Teamplan von OpenAI, den Marketing-Teams meist für den Alltagsbetrieb nutzen. Preise nenne ich hier nicht, weil die Preisseite von OpenAI am 2. November 2026 nicht abrufbar war; die aktuellen Konditionen prüfen wir gemeinsam im Follow-up.
- Gemini in Google Workspace: passend, wenn ihr Workspace schon nutzt. Google nennt auf der Preisseite bereits im kleinsten Businesspaket den „KI-Assistent Gemini in Gmail“ und hält fest: „In der Gemini App mit KI chatten, Ihre Unternehmensdaten werden nicht zum Trainieren von Modellen verwendet.“ Die anpassbaren Assistenten heißen inzwischen Skills; Google beschreibt die „Umstellung von Gems auf Skills“ in der Workspace-Hilfe. Geprüft am 2. November 2026.
Welches Werkzeug für welche Rolle sinnvoll ist, entscheidet euer Team am Ende des Tages mit Kriterien statt nach Geschmack. Die Einordnung aller Anbieter steht unter Beste KI 2026.
Kennzeichnung und Datenschutz im Marketing: was seit August 2026 gilt
Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der KI-Verordnung, also der Verordnung (EU) 2024/1689, auch EU AI Act genannt. Die Europäische Kommission schreibt dazu: „These transparency obligations apply from 2 August 2026.“ Sie hat am 20. Juli 2026 Leitlinien zur Umsetzung veröffentlicht. Geprüft am 2. November 2026.
Im Workshop gehen wir eure Kanäle durch und legen fest, wo ein Hinweis nötig ist, wie er formuliert wird und wer ihn verantwortet. Dazu kommt die Datenfrage: Welche Kundendaten, Preise und unveröffentlichten Kampagnen dürfen in welches Werkzeug, und was bleibt draußen. Das Ergebnis landet in eurer KI-Richtlinie. Eine Rechtsberatung ist das nicht und ersetzt sie auch nicht.
Artikel 4 der KI-Verordnung verlangt Maßnahmen zur KI-Kompetenz der Personen, die KI-Systeme betreiben. Er schreibt kein garantiertes Kompetenzniveau je Person vor und kein Zertifikat. Der dokumentierte Schulungsnachweis aus diesem Tag ist genau eine solche Maßnahme.
Preise (Stand 2. November 2026)
Alle Preise netto zzgl. MwSt. Der Festpreis steht vor dem Start schriftlich fest.
- Team-Workshop ab 3.490 €: ein bis zwei Tage für 5 bis 30 Personen, inklusive Vorbereitung auf eure Aufgaben, KI-Richtlinie, 30 Tage Follow-up und Schulungsnachweis nach Artikel 4.
- Schulungsreihe ab 4.900 €: vier bis acht Sessions über mehrere Wochen, mit Übungsphasen dazwischen.
- Deep-Dive-Session 240 €: zwei Stunden remote zu einem Thema, zum Beispiel Bildgenerierung oder Auswertung.
- Claude Sprint 690, 1.490 oder 2.990 €: das kurze Format für eine Person oder bis zu vier Personen, nur für Claude.
- Shadow-AI-Check 990 €: vorab klären, welche Werkzeuge im Team tatsächlich schon im Einsatz sind.
- AI-Act-ready 1.900 €: Add-on für KI-Richtlinie, Systemverzeichnis, Rollen, Freigabewege und Nachweis.
Bei zehn Personen entspricht der Schulungstag ab 3.490 € einem Betrag von 349 € pro Kopf. Der Marktvergleich steht unter KI-Schulung Kosten, alle Formate unter Leistungen.
Beschreibe die drei Aufgaben, die euer Marketing besser erledigen will: Workshop anfragen. Oder direkt sprechen: Erstgespräch buchen, 30 Minuten, kostenfrei.
Häufige Fragen
Welches Tool schulen wir: ChatGPT, Claude oder Gemini?
Alle drei an denselben Aufgaben, damit euer Team den Unterschied an eurem Material sieht: Claude für lange Texte und Tonalität, ChatGPT für breite Alltagsaufgaben, Gemini, wenn ihr Google Workspace nutzt. Am Ende entscheidet ihr mit Kriterien, welcher Plan für wen gebucht wird.
Brauchen wir vor dem Workshop schon Bezahlpläne?
Nein. Für den Tag reichen Testzugänge ohne Kundendaten. Für den Betrieb mit Kundendaten braucht ihr Team- beziehungsweise Business-Pläne mit Auftragsverarbeitungsvertrag; die Einrichtung ist Teil des Follow-ups.
Müssen wir KI-Bilder und KI-Texte im Marketing kennzeichnen?
Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der KI-Verordnung. Die Europäische Kommission hat dazu am 20. Juli 2026 Leitlinien veröffentlicht. Im Workshop gehen wir eure Kanäle durch und legen fest, wo ein Hinweis nötig ist, wie er aussieht und wer ihn verantwortet. Eine Rechtsberatung ersetzt das nicht.
Was kostet die Schulung für zehn Personen?
Der Team-Workshop startet bei 3.490 € zzgl. MwSt. für einen Tag mit 5 bis 30 Personen; bei zehn Personen sind das 349 € pro Kopf. Eine mehrteilige Reihe startet bei 4.900 €, eine Deep-Dive-Session bei 240 €. Preise Stand 2. November 2026.
Zählt das als Nachweis nach Artikel 4 der KI-Verordnung?
Ja, als dokumentierte Maßnahme: Ihr bekommt Teilnehmerliste, Inhalte und Datum als Schulungsnachweis. Ein staatliches Zertifikat gibt es für Artikel 4 nicht, weil die Verordnung kein Format vorschreibt.
Quellen und Prüfstand
Alle Zahlen und Anbieterangaben auf dieser Seite wurden am 2. November 2026 gegen die folgenden Quellen geprüft. Eigene Preise stammen aus Leistungen. Projektbeispiele sind anonymisiert und keine Branchenwerte.
- Bitkom: Erstmals nutzt Mehrheit der Unternehmen KI, 14.09.2026, 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten, repräsentativ
- Bitkom: Marketingtrends: Unternehmen sehen KI an der Spitze, 12.02.2026, 180 Unternehmen aus dem Bitkom-Netzwerk, nicht repräsentativ
- TÜV-Verband und Forsa, berichtet von der Deutschen Presse-Agentur: KI in Firmen viel genutzt, Schulungen oft Mangelware, 28.04.2026, 500 Unternehmen ab 20 Beschäftigten
- AXA und Sotomo: KMU-Arbeitsmarktstudie zu künstlicher Intelligenz, 15.09.2026, 336 Schweizer KMU
- Europäische Kommission: Guidelines on transparency obligations for providers and deployers of AI systems, 20.07.2026
- Anthropic: Claude Pricing, undatiert
- Google: Google Workspace Preise, undatiert, und Umstellung von Gems auf Skills