über 1 Mrd.

monatliche Nutzer hat der KI-Modus der Google Suche laut Google (I/O, Mai 2026). In Deutschland läuft er seit dem 8. Oktober 2025 auf Deutsch.

Kurzfassung: Für AI Overviews und den KI-Modus gibt es laut Google keine Sonderregeln, kein spezielles Schema und keine KI-Textdateien. Es zählen dieselben Grundlagen wie für die normale Suche, plus Inhalte mit eigener Erfahrung, die nicht austauschbar sind. Neu ist, dass du deine Sichtbarkeit in Googles KI-Suche seit dem 31. August 2026 in der Search Console messen und steuern kannst.


Was ist AEO, und wie hängt es mit SEO zusammen?

AEO beschreibt alles, was du tust, damit KI-Systeme deine Inhalte in ihren Antworten nutzen und als Quelle nennen. Bei Google ist das kein eigenes Handwerk neben SEO: Laut Googles Leitfaden „Optimizing for generative AI features“ beruhen AI Overviews und der KI-Modus auf den Kern-Ranking- und Qualitätssystemen der Suche. Oft liest du auch GEO, Generative Engine Optimization; gemeint ist im Kern dasselbe.

SEO-Logik

„Meine Seite rankt für ‚KI-Strategie Mittelstand‘ in den Google-Ergebnissen.“

AEO-Logik

„Wenn jemand im KI-Modus fragt ‚Wie führe ich KI im Mittelstand ein?‘, nennt die Antwort meine Seite als Quelle.“

Warum SEO die Voraussetzung bleibt

Was Google nicht findet, nicht versteht oder nicht als hilfreich einstuft, landet auch nicht in einer KI-Antwort. Indexierbare Seiten, eine gute Page Experience, sauberes HTML und Inhalte, die eine Frage wirklich beantworten, bleiben deshalb die Basis. Ein Detail zeigt die enge Verbindung: Wer Snippets per nosnippet sperrt, verhindert laut Google damit auch die direkte Nutzung als Input für AI Overviews und den KI-Modus.

Was AEO zusätzlich in den Blick nimmt

Der Unterschied liegt im Ziel: SEO denkt in Positionen auf einer Ergebnisliste, AEO in Nennungen innerhalb einer Antwort. Google hat im Mai 2026 die Links in AI Overviews und im KI-Modus ausgebaut, mit mehr Inline-Links direkt am Text und Hinweisen auf weiterführende Artikel. Wer dort als Quelle auftaucht, wird gesehen, auch wenn die Antwort die Frage schon zusammenfasst.


Was hat sich bei Google 2026 verändert?

Die KI-Suche ist bei Google fester Teil der Suche geworden, und Website-Betreiber haben seit Ende August 2026 erstmals einen eigenen Bericht und einen eigenen Schalter dafür. Dazu kommen neue Leitlinien, die viele ältere AEO-Tipps überholen. Die wichtigsten Punkte in zeitlicher Reihenfolge:

Neue Modelle, Preise und Funktionen der großen Anbieter halte ich datiert in den KI-Updates fest. Begriffe wie KI-Modus, Query Fan-out oder WebMCP stehen kurz erklärt im KI-Glossar.


Was Google für die KI-Suche ausdrücklich nicht verlangt

Google sagt selbst: Für AI Overviews und den KI-Modus gibt es keine Sonderregeln, kein spezielles Schema und keine KI-Textdateien. Wer in Googles KI-Suche vorkommen will, braucht dieselben Grundlagen wie für die normale Suche, plus Inhalte mit eigener Erfahrung, die nicht austauschbar sind.

Ja, das ist ein Artikel mit AEO im Titel, der Googles Warnung vor AEO-Versprechen zitiert. Der Begriff ist nützlich, um über Sichtbarkeit in KI-Antworten zu sprechen. Problematisch wird er, wenn jemand dafür Sondertricks oder Garantien verkauft.

Und ChatGPT, Perplexity oder Claude?

Alles in diesem Abschnitt gilt für die Google Suche, und nur dafür. ChatGPT, Perplexity, Claude und andere KI-Systeme legen selbst fest, wie sie Quellen finden und auswählen; Googles Aussagen sagen darüber nichts. Belastbare, allgemeingültige Regeln für diese Systeme kenne ich nicht, deshalb verspreche ich hier keine. Meine Einschätzung: Klare, belegte Inhalte mit eigener Einordnung sind auch dort die vernünftigste Grundlage, eine Garantie für Nennungen gibt es aber nirgends.


Welche AEO-Tipps überholt sind

Vier verbreitete Empfehlungen, die auch in der ersten Fassung dieses Artikels vom 2. April 2026 standen, sind überholt oder waren nicht belegt. Ich habe sie bei der Überarbeitung am 5. Oktober 2026 gestrichen oder korrigiert.


Was 2026 wirklich zählt: neun Maßnahmen

Diese neun Punkte decken sich mit Googles eigenen Leitlinien und lassen sich ohne Spezialwerkzeuge umsetzen. Ich setze diese Maßnahmen selbst auf jeanhinz.io um. Was hier steht, ist kein Theoriepapier.

1. Antwort zuerst, als redaktionelle Praxis

Jede Zwischenüberschrift ist eine echte Frage oder eine klare Aussage, und die ersten ein bis zwei Sätze danach beantworten sie vollständig. Danach folgen Begründung, Details und Beispiele. Das ist kein Trick für Maschinen, sondern Schreiben für Menschen, die schnell eine Antwort wollen. Absätze dürfen dabei normal lang sein: Google sagt ausdrücklich, dass du Inhalte nicht künstlich zerlegen musst.

Praktische Regel: Lies nur die ersten zwei Sätze nach jeder Zwischenüberschrift. Ergeben sie für sich eine brauchbare Antwort auf die Überschrift? Dann passt die Struktur.

2. Nicht austauschbare Inhalte mit eigener Einordnung

Google empfiehlt „non-commodity content“, also Inhalte, die nicht überall gleich stehen: eigene Erfahrung, eigene Perspektive, dazu Bilder und Videos. Für eine Website im Mittelstand heißt das zum Beispiel: wie ihr einen Auftrag konkret abwickelt, welche Fragen Kunden im Erstgespräch wirklich stellen, wo typische Stolpersteine liegen und wann ihr von einer Lösung abratet. Meine Einordnung: Eine Seite, die nur zusammenfasst, was zehn andere auch schreiben, liefert einer KI-Antwort nichts, was sie nicht schon hat.

3. Fakten prüfen und offenlegen, wie Inhalte entstehen

Googles Leitfaden „Using generative AI content“ nennt es seit dem 1. Oktober 2026 entscheidend, alle KI-generierten Inhalte vor der Veröffentlichung manuell auf Fakten zu prüfen, ausdrücklich auch Title, Meta Description, strukturierte Daten und Alt-Texte. Dazu empfiehlt Google, offenzulegen, wie Inhalte entstanden sind, in einer Form, die für dein Publikum Sinn ergibt. Der überarbeitete Leitfaden „Creating helpful content“ fragt dafür nach Wer, Wie und Warum: Wer hat den Inhalt erstellt, wie ist er entstanden, und warum gibt es ihn? Wie das aussehen kann, zeige ich im Abschnitt So entstehen meine Inhalte.

4. Ein sauberes Basis-Schema statt Markup für alles

Für eine Unternehmenswebsite reichen vier Bausteine, die Google weiterhin unterstützt: Organization oder LocalBusiness mit vollständiger, echter Anschrift; Article mit Autor auf Blogartikeln und Guides; BreadcrumbList für die Brotkrumen-Navigation; ProfilePage für die Autoren- oder Über-uns-Seite. Den früher verbreiteten Typ ProfessionalService führt schema.org für lokale Unternehmen inzwischen als veraltet. Zeichne nur aus, was auch sichtbar auf der Seite steht.

{ "@context": "https://schema.org", "@type": "Article", "headline": "Titel des Artikels", "datePublished": "2026-04-02", "dateModified": "2026-10-05", "author": { "@type": "Person", "name": "Vorname Nachname", "url": "https://www.example.de/ueber-uns/" }, "publisher": { "@type": "Organization", "name": "Musterfirma GmbH", "url": "https://www.example.de/" } }

Das Beispiel ist ein Muster: ein Artikel mit Autor als Person und Link zur Autorenseite. Titel, Datum und Adressen ersetzt du durch deine eigenen, und dateModified stimmt mit dem sichtbaren Prüfdatum überein.

5. Search Console: KI-Bericht auswerten, Schalter prüfen

Öffne in der Search Console den Bericht „Generative AI performance“ und prüfe unter Einstellungen > „Search generative AI“, dass deine Website eingeschlossen ist. Laut Google ist der Schalter kein Rankingsignal für die normalen Ergebnisse und steuert nicht das Training von KI-Modellen. Wer aussteigt, bekommt laut Search Engine Land (Sekundärquelle) aus diesen KI-Funktionen weder Traffic noch Impressionen; für eine Website, die Anfragen gewinnen will, ist das selten sinnvoll.

Verwechsle den Schalter nicht mit Google-Extended: Dieser Eintrag in der robots.txt steuert das Training künftiger Gemini-Modelle und das Grounding, also das Abstützen von Antworten auf Webinhalte, in Gemini-Apps. Die Google Suche steuert er nicht.

6. Google Business Profile pflegen

Google nennt das Google Business Profile ausdrücklich als Hilfe, damit Produkte und Leistungen in KI-Antworten sichtbar werden; für Händler gilt das auch für das Merchant Center. Halte Kategorien, Leistungen, Öffnungszeiten, Fotos und den Link zur Website aktuell. Für Anbieter mit regionalem Einzugsgebiet ist das ein Hebel, der ganz ohne Änderungen an der Website auskommt.

7. Inhalte sichtbar statt in Akkordeons

Google kann in Suchergebnissen „Read more“-Links setzen, die direkt zu einer passenden Stelle auf deiner Seite führen. Dafür muss der Inhalt laut Google sofort sichtbar sein, nicht versteckt hinter aufklappbaren Bereichen oder Tabs. Zeig FAQ, Preise und Abläufe deshalb offen auf der Seite. Das hilft auch Menschen, die beim Scrollen eine Antwort suchen.

8. Agentenfreundliche Formulare

KI-Agenten, also Programme, die im Auftrag eines Menschen Websites bedienen, lesen deine Seite über dieselbe Struktur wie Screenreader: Googles Chrome-Team beschreibt den Accessibility Tree als ihr primäres Datenmodell. web.dev empfiehlt deshalb semantisches HTML, ein label mit for-Attribut an jedem Feld, echte Buttons statt klickbarer Flächen, keine unsichtbaren Overlays und ein stabiles Layout, in dem wiederkehrende Bedienelemente wie der Warenkorb-Button auf vergleichbaren Seiten an derselben Stelle stehen.

WebMCP ist der nächste Schritt, aber noch ein Experiment: ein Entwurf der W3C Web Machine Learning Community Group, kein W3C-Standard. Chrome testet ihn ab Version 149 in einem Origin Trial, also einer Testphase, für die sich Websites mit einem Token anmelden. Formulare bekommen dabei Attribute wie toolname und tooldescription, die einem Agenten erklären, was das Formular tut. Lass das Attribut toolautosubmit weg: Dann füllt der Agent nur aus, und der Mensch sendet selbst ab. Gemini in Chrome soll WebMCP laut Google bald unterstützen; in Deutschland ist Gemini in Chrome derzeit allerdings nicht verfügbar.

<form action="/anfrage" method="post" toolname="kontaktanfrage" tooldescription="Sendet eine Anfrage zu KI-Beratung oder Workshop"> <label for="email">E-Mail</label> <input type="email" id="email" name="email" autocomplete="email" required> <button type="submit">Anfrage senden</button> </form>

Auch das ist ein Muster. Ohne Origin-Trial-Token bleiben die WebMCP-Attribute wirkungslos; label und der echte Button helfen dagegen sofort, Menschen wie Agenten.

9. Aktualität mit sichtbarem Prüfdatum

Zeig auf jeder Seite mit zeitkritischen Angaben, wann du sie zuletzt geprüft hast, und halte dieses Datum identisch mit dateModified im Markup. Ändere das Datum nur, wenn du die Inhalte wirklich geprüft hast; ein neues Datum ohne neue Prüfung täuscht deine Leser. Bei Preisen, Modellnamen und Fristen lohnt sich ein fester Prüfrhythmus, zum Beispiel vierteljährlich.


Wie misst du, ob du in Googles KI-Suche vorkommst?

Am verlässlichsten mit der Google Search Console: Der Bericht „Generative AI performance“ zeigt seit dem 31. August 2026 weltweit, mit welchen Seiten und in welchen Ländern deine Website in Googles KI-Funktionen erscheint. Ergänzend helfen der normale Leistungsbericht, deine Webanalyse und Stichproben.

Muster für eine Monatsroutine (meine Einordnung): Generative-AI-Bericht öffnen, die Seiten mit den meisten Impressionen notieren, für jede prüfen, ob die Antwort im ersten Absatz steht und das Prüfdatum stimmt, und das Ergebnis mit dem Vormonat vergleichen.


Einordnung: Womit du im Mittelstand anfängst

Fang mit dem an, was ohne Agentur und ohne neues Werkzeug geht, und arbeite dich von der Messung zu den Inhalten vor. Das folgende Vorgehen ist ein Muster, kein Pflichtprogramm:

Typische Stolpersteine aus meiner Sicht: ein Werkzeug kaufen, bevor die Grundlagen stehen; KI-Texte ungeprüft veröffentlichen; Inhalte in Akkordeons verstecken; und llms.txt oder Spezial-Schema für den entscheidenden Hebel halten.

Geht das ohne großes Budget? Ja. Du brauchst ein CMS oder einfaches HTML, Zugang zur Search Console und die Disziplin, regelmäßig zu prüfen. Wenn dein Team diese Routine gemeinsam aufbauen soll, gehen wir genau diese Schritte im praxisnahen KI-Workshop für Teams durch. Wenn euer Marketing Inhalte mit KI produziert und Faktenprüfung und Freigaben sauber regeln will, passt die KI-Beratung für Marketing-Teams. Wer Gemini im Unternehmen selbst einsetzen will, findet Pläne, Funktionen und Datenschutz im Gemini-Guide.


Wie ich das auf jeanhinz.io umsetze

Ich setze diese Maßnahmen selbst auf jeanhinz.io um. Das kannst du auf der Website nachprüfen:


Quellen und Stand der Recherche

Die Angaben zu Google stammen aus Primärquellen von Google, der W3C Web Machine Learning Community Group und schema.org, alle abgerufen am 05.10.2026. Sekundärquellen sind als solche gekennzeichnet.